Im Gottesdienst am Sonntagmorgen, den 07. September 2014, erhielt das jüngste Gemeindemitglied, Madeleine Kluth, die heilige Wassertaufe.
Der Bezirksälteste Bernd Skoppek begrüßte die versammelte Festgemeinde und stellte den Taufgottesdienst für die kleine Madeleine unter das Bibelwort aus Lukas 12,32: „Fürchte dich nicht du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohl gefallen, euch das Reich zu geben.“
Vom rechten Umgang mit Sorgen
In Bezug auf unser Glaubensleben müssen wir uns die Frage stellen: Worum dreht es sich in unserem Leben? Es ist unsere Pflicht, für unsere Lebensbedürfnisse zu sorgen, doch darf alles Bemühen um das irdische Leben unsere Beziehung zu Gott nicht beeinträchtigen. Jesus bietet uns an, alle Sorgen auf ihn zu werfen, alles bei ihm abzulegen, was wir mit den uns zur Verfügung stehenden Gaben und Fähigkeiten nicht bewältigen können. Er will sich unserer Sorgen annehmen, damit sie unser Verhältnis zu unserem himmlischen Vater nicht trüben.
Vertrauen schafft Nähe
Wenn wir auf Gott vertrauen wissen wir, dass wir mit den Sorgen, die uns weiterhin belasten, nicht alleine sind. Psalm 139 spendet Trost in den Worten: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Gott ist zu allen Zeiten und Lebensumständen bei uns. Die Größe unseres Vertrauens bestimmt unsere Nähe zu ihm.
Merkmale der kleinen Herde Christi
Trotz allen Unheils in der Welt ruft Jesus den Seinen zu: „Fürchte dich nicht du kleine Herde“! Er ist der gute Hirte, der seine Herde sicher zum Ziel leiten will. Das Evangelium ist weit verbreitet. In Bezug auf die gesamte Menschheit aber richten sich nur wenige danach und es verbleibt nur eine kleine Herde, die die Wiederkunft Jesu zu ihrem Glaubensziel hat. Diejenigen, die zu seiner Herde gehören, kennen seine Stimme und wissen, dass Jesus der Weg und die Wahrheit ist. Sie hören seine Stimme durch die Gesandten des Herrn und wissen, dass er sich im Wort offenbart. In allen Situationen ihres Lebens setzen sie ihren Glauben vertrauensvoll ein und folgen ihm bedingungslos nach.
Vertrauen aufbauen
Vorsteher Ditmar Nolte wies in seinem Predigtbeitrag darauf hin, dass sich Vertrauen erst entwickeln muss. Mit Sorgen wenden wir uns nur an jemanden, an dessen Fähigkeiten wir glauben und dem wir vertrauen. Glauben entwickelt sich durch das Vorleben unserer Umgebung und durch Glaubenserfahrungen. Dadurch baut sich Vertrauen auf. Wenn wir unser Vertrauen zu Gott weiter aufbauen und bei ihm bleiben, wirkt sich dies auf unsere Seele aus und er bewahrt uns zu aller Zeit.
Taufsegen
Der Bezirksälteste Skoppek hob in der Ansprache zum Taufsegen die Wichtigkeit des Vertrauens noch einmal besonders hervor. Ein Kind muss wahrnehmen können, dass seine Eltern dem lieben Gott in allen Sorgen und Lebensfragen vertrauen. Gott erwartet von den Eltern, dass sie nur das Beste für ihr Kind erstreben, dass sie ihr Kind bis zur Konfirmation begleiten und sich ihrer Vorbildfunktion immer bewusst sind. Im Taufwort aus Psalm 37,5 „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn. Er wird’s wohl machen.“, liegt die Aufforderung Gottes an die Eltern, die Wege der kleinen Madeleine in seine Hände zu legen und ihm zu vertrauen. Er wird sie von allen Seiten umgeben, von oben und von unten und wird seine Hand immer über ihr halten. Er wird alles wohl machen: für die Eltern und für ihr Kind.
Die Kinder der Vorsonntagsschule, zu der auch Madeleines großer Bruder Louis gehörte, „spielten“ im Anschluss ein kleines Gedicht vor, welches beschrieb, was liebende Hände alles bewirken können.
Nach dem Gottesdienst feierte die Festgesellschaft Madeleines Taufe im Foyer der Kirche mit einem kleinen Umtrunk.
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