Nach mehr als einem Jahr „Auslagerung“ nach Köln-Worringen, ging es für die Gemeinde Köln-Nord, nach überstandener Umbau- und Erweiterungsphase, zum ersten Gottesdienst, am Sonntag, den 23. März 2014, zurück nach „Hause“.
Der freudestrahlende Gemeindevorsteher, Priester Ditmar Nolte, begrüßte die erwartungsvollen Gäste und Glaubensgeschwister der Gemeinde Köln-Nord am Sonntagmorgen persönlich zum 1. Gottesdienst im neu gestalteten Kirchengebäude in Köln-Seeberg. Bezirksältester Bernd Skoppek, Gottesdienstleiter, beglückwünschte die Gemeinde Köln-Nord vor Beginn seiner Predigt zum neuen Gotteshaus und verglich die lange Umbauzeit mit den Bauabschnitten zur Errichtung der Schutzmauer für die Stadt Jerusalem, Nehemia 3. 38: „Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten“ Er übertrug diesen Gedanken auf die Gemeinde, die in diesen Mauern, bzw. dem neuen Gebäude wohnt und stellte fest, dass ein Neubau beim Einzug selten fertig ist und dass auch der Innenausbau in der Regel noch zu gestalten sei. Jedes Mitglied dieser Gemeinschaft habe, entsprechend seinen Fähigkeiten, einen Auftrag innerhalb der Gemeinde. Alle arbeiten zusammen an einer Sache und treiben so auch den Innenausbau des Werkes Gottes Abschnitt für Abschnitt zur Vollendung! Aus den vielen Baumaterialien, die in diesen verschiedenen Phasen des Ausbau des Werkes Gottes zum Einsatz kommen, ragt in Größe
und Menge ein Material heraus: die Liebe! Eine Gemeinde ist keine Konflikt freie Zone, aber mit der Liebe zu Gott und der Liebe untereinander, bauen alle weiter an der Sache des Herrn. Dem Gottesdienst lag als Bibelwort Matthäus 5.6 zugrunde:
„Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden“.
Die Gerechtigkeit, die Gott schaffen möchte, wird erst in der Zukunft, im Reich Jesu Christi, ihre Erfüllung finden. Dieses Reich ist jedoch durch Jesu Opfertod bereits angebrochen. Wer dies erkennt und bereit ist, seine Gnade anzunehmen, kann schon hier auf Erden Gerechtigkeit vor Gott erlangen.
Priester Ditmar Nolte hob in seinem Predigtbeitrag die inneren Werte eines Gebäudes hervor und wies darauf hin, dass eine schöne neue Gemeindekirche ohne die Mitarbeit und Fähigkeiten der Gemeindemitglieder keinen Wert habe.
Der Bezirksältester, Dieter Pütz, aus dem Bezirk Bonn, der zusammen mit den Vorstehern des Bezirks Köln-West zum Gottesdienst eingeladen war, erinnerte an die Anfänge der Gemeinde in einer dunklen Garage in Köln- Longerich als Versammlungsort, an den Umzug nach Köln- Seeberg im Jahr 1971, dass stetig weiter gebaut und gestaltet wurde und nun alles hell und licht ist. Mit Blick auf das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, Matth. Kap. 20, stellte er weiterhin fest, dass es keine Rolle spielt, wann der einzelne seine Mitarbeit im Werke Gottes beginnt: es ist nie zu spät! Die göttliche Gerechtigkeit ist so groß, dass sie für alle reicht, egal wie lange der einzelne dabei ist.
Nach dem Gottesdienst dankte der Vorsteher noch einmal für die harmonische Zeit zusammen mit der Gemeinde Dormagen in Köln-Worringen und lobte den großen tatkräftigen Einsatz der vielen Gemeindemitglieder um die renovierte Kirche endgültig bezugsfähig zu machen.
Nach einem amüsanten Hörspiel mit dem Titel: „Arche Noah – Die II“, Parallelen zu Umbauphasen der Kirche Köln-Nord rein zufällig, waren alle zur Besichtigung der neun Räumlichkeiten geladen, in denen fleißige Hände einen Brunch bereitet hatten, um Hungrige zu sättigen und den Dürstenden den Durst zu stillen!
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