Sonntag, 3. Februar 2013, 9.30 Uhr. Wie bereits angekündigt dient das Kirchengebäude der ehemaligen Gemeinde Köln-Worringen der Gemeinde Köln-Nord während der Umbauarbeiten ihrer Kirche in Seeberg in der nächsten Zeit als Versammlungsstätte.
Dittmar Nolte, der Vorsteher der Gemeinde Köln-Nord, hielt den Sonntagsgottesdienst an Stelle des angekündigten, aber erkrankten Bezirksevangelisten Mario Hartmann. Die Priester Herbert Rinke und Jürgen Rose wurden zur Mitpredigt an den Altar gebeten. Es war das erste Mitdienen des bisherigen Diakons Herbert Rinke als Priester. Am 30. Januar 2013 hat er im Apostelgottesdienst in Köln-Süd das Priesteramt erhalten.
Der Leitgedanke für den Gottesdienst kam aus Jakobus 5, 16-18:
„Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein schwacher Mensch wie wir; und er betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen und die Erde brachte ihre Frucht.“
Zu Beginn wurde die Gemeinde an die Gründungszeit der Gemeinde Köln-Worringen erinnert. Seit 1924 diente das Haus der Familie Kluth auf der Neusser Landstr. als Begegnungsstätte. Hier wurden auch unter anderem die ersten Gottesdienste durchgeführt. 1957 wurde die neue Kirche vom Bezirksapostel Walter Schmidt geweiht, die auch heute noch ein Haus mit Geschichte und Tradition ist und eine Offenbarungsstätte bleibt. Diesen Gedanken unterstrich das gewählte Eingangslied 125 aus dem Gesangbuch „Hehr und heilig ist die Stätte“, welches auch damals schon zum Einweihungsgottesdienst gesungen wurde.
„Ein gesegnetes Gebetsleben“ war der zentrale Gedanke der Predigt. Als gläubige Christen stehen wir in einer besonderen Beziehung zu Gott. Er ist unser himmlischer Vater! Wir schenken ihm unser Vertrauen in allen Lebensverhältnissen. Das innige Gebet ist unser Zufluchtsort in jeder Anfechtung. Ein Gebet aus tiefem Glauben trifft immer das Herz Gottes und Gott segnet ein gläubiges Gebet. „Das Gebet des Gerechten vermag viel“ sagt Jakobus, und wer gerecht ist, versucht den Willen Gottes umzusetzen und in seinen Geboten zu leben. Im Gebet müssen wir uns bewusst sein, dass wir mit Gott sprechen. Wie ernstlich ist uns das Gebet? Nehmen wir uns dazu Zeit und Ruhe? Beten wir, wenn wir beten? Demut, Liebe, Fürsorglichkeit sollten unser Gebet erfüllen, dann ist es der Schlüssel zum Herzen Gottes. Wenn wir Vertrauen zu Gott halten, werden wir stark und brauchen uns nicht zu fürchten. Beten ist das Atmen der Seele! Wer aufhört zu atmen läuft Gefahr zu sterben. Gott ist nicht weit weg – nur ein Gebet! Geduld, Beständigkeit und Vertrauen begleiten ernstliche Gebete. Vor allem, wenn sie nicht gleich erhört werden. Beenden wir dann unser Gebet mit dem „Amen“, können wir spüren, ob unser Gebet aus der Tiefe unseres Herzens oben bei Gott angekommen ist. Jesus war ein starker Beter, der seine Jünger beten lehrte. Auch war er ein großes Vorbild in der Fürbitte. Für uns bedeutet dies, füreinander zu beten, aufeinander zuzugehen und dem nächsten unsere Verfehlungen zu bekennen, was nicht immer leicht ist. Die Kraft dazu schenkt uns Gott in der Sündenvergebung, denn Glaube allein reicht dazu nicht aus. In ein vertrauensvoll weit geöffnetes Herz legt er dann im Abendmahl alles hinein was wir benötigen, um die richtigen Entscheidungen in seinem Willen zu treffen. Beten wir, dass sein Geist uns erfüllen mag! Geist stirbt nie! Auch nicht 2013!
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