Eine junge Christin trat am Sonntag, den 1. Mai 2016, zusammen mit ihrem Konfirmandenlehrer an den Altar um den Segen zu ihrer Konfirmation zu empfangen.
Hirte Alfred Krempf, Vorsteher der Gemeinde Köln-Mitte, diente mit dem von Stammapostel Jean-Luc Schneider weltweit vorgebenen Konfirmationswort aus Lukas 9 Vers 10 und 11: "Und die Apostel kamen zurück und erzählten Jesus, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich, und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zurück, die heißt Betsaida. Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften."
Du übernimmst nun Eigenverantwortung in deinem Leben als Neuapostolischer Christ, und löst mit deinem Gelübde das am Tag der Taufe durch die Eltern gegeben Versprechen ab, ein Leben mit Jesus Christus zu führen, führte Hirte Krempf in seiner Predigt aus. Priester Klaus Schomäcker, der als Konfirmandenlehrer den Unterricht ein Jahr lang mit unserer Konfirmandin durchgeführt hatte, und Diakon Stefan Martini, der als Jugendbetreuer künftig der jungen Christin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird, rundeten mit ihren Predigtbeiträgen diesen Konfirmationsgottesdienst ab.
Da viele anwesende Gottesdienstteilnehmer ebenfalls schon vor vielen Jahren am Altar standen, um das Konfirmationsgelübde abzulegen und unsere junge Glaubensschwester die einzige Konfirmandin in Köln-Mitte dieses Jahr war, schlug Hirte Krempf vor, dass alle Anwesenden das Konfirmationsgelübde gemeinsam sprechen.
Der Gemeindechor und ein Instrumentalist gaben diesen besonderen Konfirmationsgottesdienst einen würdigen Rahmen.
Die Bedeutung des Konfirmationsgelübdes
Das heutige Konfirmationsgelübde steht in einem Text, der Anfang des 3. Jahrhunderts n. Chr. verfasst worden ist. Man nennt diesen Text „traditio apostolica“, was aus dem Lateinischen übersetzt „Apostolische Überlieferung“ bedeutet. Man schreibt die „Apostolische Überlieferung“ dem Gelehrten Hippolyt von Rom zu. Die „Apostolische Überlieferung“ ist neben der „Didache“, der „Lehre der 12 Apostel“ aus dem 2. Jahrhundert, die wichtigste Quelle für das Gemeindeleben und die Gottesdienstordnung der frühen christlichen Gemeinden. Der Text unseres Konfirmationsgelübdes findet sich in der „Apostolischen Überlieferung“ unter den Bestimmungen zur Taufe. Es war also ursprünglich ein Taufgelöbnis, das in aller Regel Erwachsene, die für Christus gewonnen wurden und den Taufunterricht absolvierten, abzulegen hatten. Wurden Kinder getauft, legten stellvertretend die Eltern oder ein Familienmitglied das Gelübde ab.
„Ich entsage dem Teufel und
all seinem Werk und Wesen
und übergebe mich dir, o
dreieiniger Gott, Vater, Sohn
und Heiliger Geist im Glauben,
Gehorsam und ernstlichen
Vorsatz: Dir treu zu sein
bis an mein Ende. Amen.“
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