Der erste Gottesdienst des Jahres 2020 stand unter der Überschrift „Christus macht frei“. In der Taufhandlung konnten die Teilnehmenden das befreiende Eingreifen Gottes in das Leben des jüngsten Gemeindemitglieds, Joshua Lorenz, symbolisch miterleben.
Dem festlichen Jahresauftakt lagen Bibelworte aus Galater 5, Vers 1, zu Grunde: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Die Heilige Wassertaufe sei ein grundsätzlicher Akt, erklärte Bischof Sommer, mit dem Gott frei mache. Dabei nahm er Bezug auf den ersten Sündenfall, die Erbsünde. Mit der Taufe werde der Mensch wieder in die Gemeinschaft mit Gott gebracht, die er nach dem Ausschluss aus dem Paradies verloren hatte.
Der sichtbare Teil der Handlung, das Wasser, könne stellvertretend für die Reinheit und das Leben gesehen werden. Zudem habe das Sakrament auch eine unsichtbare Wirklichkeit, da auch das mit Vollmacht gesprochene Wort hinzukomme. So werde Joshua das Heil in Jesus Christus zugesprochen. Damit sich das Sakrament der Taufe entfalten könne, brauche es den Glauben der Eltern sowie auch den der Gemeinde.
Im weiteren Predigtverlauf wurde auch die befreiende Wirkung der Liebe, des Vertrauens und der Wahrheit thematisiert. Viel Druck werde von einem genommen, wenn man etwas nicht aus Verpflichtung, sondern aus freien Stücken tue. So könne man seiner Bestimmung gerecht werden und auch andere Menschen frei lassen. Auf diese Weise könne ein glückliches Leben in der Nachfolge Christi gelingen.
Vor der Spendung der Heiligen Wassertaufe erklang das Lied "God will welcome you", eine gesungene Einladung. „O Soul, do you hear this invitation - God will welcome you (Seele, hörst du die Einladung? - Gott heißt dich willkommen)“, heißt es darin. Zur Handlung selbst verlas der Bischof einen persönlichen Taufspruch für Joshua aus dem 3. Kapitel des Epheserbriefs. Den Eltern überreichte er dazu eine Karte mit praktischen Hinweisen, wie sie ihrem Kind die Liebe Gottes erfahrbar machen könnten.
Mit zahlreichen Glückwünschen im Kirchenschiff und einem gemeinsamen Kaffeetrinken im Foyer endete dieser erste Sonntagvormittag im neuen Jahr.
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