Unser Vorsteher Priester Schmidt ließ den Gemeinde einen Brief zu kommen, den wir an dieser Stelle auch veröffentlichen wollen. Er schrieb:
Ihr lieben Glaubensgeschwister, liebe Freunde und Gäste,
wir erleben derzeit mit der Corona-Pandemie eine besonders herausfordernde Situation,
die sich auch intensiv auf das gemeinschaftliche Erleben unseres Glaubens
auswirkt, welches uns doch so wichtig ist.
Da schmerzt es zurzeit besonders, dem Nächsten nicht mehr ins Gesicht blicken zu
können, ihm nicht mehr die Hand zu schütteln, keine gemeinsamen Gottesdienste
zu feiern und unsere Kirche in Dormagen nicht einmal mehr von innen zu sehen. Ich
teile euren Schmerz und verstehe auch besonders die unter euch, die alleine durchs
Leben gehen und durch die derzeitige Isolation ganz besonders belastet sind.
Euch allen möchte ich in der derzeitigen Situation ein Trostwort Jesu mitgeben. So
spricht Jesus in Johannes 16, 22:
„Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll
sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen!“
Jesus sprach dies zu seinen Jüngern, als er ihnen verkündete, dass er die Welt verlassen
würde. Es sollte der Trost für die Jünger sein, dass Jesus wiederkommt und
dass er und seine Jünger einander beim Vater wiedersehen werden. Dieser Trost
gilt selbstverständlich auch für uns und hilft uns, so manche Prüfung im Leben zu
bewältigen.
Ich möchte dieses Wort aber einmal besonders auf die derzeitige Situation beziehen.
Auch wir haben Traurigkeit, weil wir unseren Glauben nicht wie gewohnt ausleben
können.
Lasst uns aber – wie es Jesus auch tat – in eine positive Zukunft blicken, die für uns
nicht so weit entfernt ist, wie für die Jünger damals. Dabei wollen wir einander immer
wieder die Worte Jesu zurufen: „Ich will dich wiedersehen!“. Dies können wir gerne
im Gebet oder im persönlichen Gedenken aneinander tun – aber es tut unglaublich
wohl, dies auch einmal in einem Telefonat zu tun! Und gebt schon jetzt der Freude in
euch Raum, dass wir irgendwann wieder gemeinsame Gottesdienste feiern können,
damit diese Freude dann keiner wieder von uns nehmen kann!
Bis dahin bleibe ich mit euch weiterhin im Gebet und im persönlichen Kontakt verbunden,
wünsche euch und euren Familien den Segen unseres himmlischen Vaters,
und bete besonders dafür, dass er euch in eurer Gesundheit in dieser Zeit erhält,
euer Vorsteher.
1. April 2020
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