Jugendliche aus der Gebietskirche West versammeln sich in Frankfurt Kalbach
Die Begrifflichkeit mag den Ein oder die Andere etwas ratlos dastehen lassen: "Youth Festival" - Was bitte soll das sein? Warum heißt das plötzlich nicht mehr "Jugendtag", wie die letzten Jahrzehnte auch?
2 Punkte zu Erläuterung:
- Die englische Begrifflichkeit symbolisierte den internationalen Charakter des Wochenendes, denn auch Jugendliche aus den Missionsländern, sowie aus den Niederlanden, Luxemburg und Frankreich nahmen an dem Jugendwochenende teil.
- Mit der Begrifflichkeit "Festival" wurde zudem der offene Charakter der 3 Tage beschrieben (verschiedene Aktionsorte, buntes Programm, freie Wahl, woran man teilnehmen möchte)
Aber beginnen wir von vorne:
Schon von weitem begrüßten Banner mit dem Slogan "JESUS -SAFE" in den Farben des Youth Festival rund um das Sportzentrum in Frankfurt Kalbach die tausenden Jugendlichen, die sich Freitag Nachmittag durch den Berufsverkehr auf den Autobahnen gequält hatten. Die Vorfreude stieg spätestens am Einlass, als sich die Jugendlichen aus den verschiedenen Bezirken trafen und freudig begrüßten. Die Niederländer und die Jugendlichen aus unserer Region taten dies spontan mit einer Polonaise quer durch das Gelände. Ich würde sagen: Start gelungen.
Für Verpflegung war "rund um die Uhr" an verschiedenen Ständen gesorgt. Für Getränke sorgte ein Wasserspender eines bekannten Wasserfilterherstellers, an dem man sich das kühle Nass in die Mottoflasche des Jugenstages abfüllen konnte.
Gleich nach der Begrüßung durch Bezirksapostel Pöschel verwandelte sich die Sporthalle in eine riesige Tanzfläche. Musik von zwei DJ´s begleitet von einer Video- und Lichtshow führte bis weit in die Nacht hinein. Ausgelassen tanzten und sangen die Jugendlichen von einem Beat zum anderen. Völlig durchgeschwitzt aber überglücklich.
Die Jugend aus unserer Gemeinde hatte sich im Vorfeld dagegen ausgesprochen in einer großen Halle mit tausenden Jugendlichen zu übernachten. Die Nacht im Hostel in der Frankfurter Innenstadt war aber ebenso kurz und wenig erholsam, denn der Wunsch der Jugendlichen war es, gleich am nächsten Morgen an der Mogenandacht teilzunehmen. Diese fand auf einer Außenbühne des Geländes statt und wurde von eine Jugendgruppe gestaltet. Diese Bühne diente den ganzen Tag Jugendlichen Akteuren als Ort für diverse Aufführungen. Ob Bands, Solisten, Chöre, es war stets eine einzigartige Athmosphäre.
Kreativstände und ein Exit-Game erweiterten das Programm und regten zur aktiven Teilnahme an.
Die angebotenen Workshops zu diversen Themen fanden in unterschiedlichen Seminarräumen statt. Inhaltlich wurde ein bunter Strauss angeboten: von Berichten über die Missionsarbeit, Seelsorgetipps für die Seelsorge queerer Jugendlicher etc. wurden viele aktuelle Themefelder bearbeitet.
Auf der großen Bühne in der Halle gab es Programmpunkte mit großer Anziehungskraft: So fand eine Podiumsdiskussion mit Bezirksapostel und Aposteln sowie Jugendbetreuern statt, Thorsten Will gab als Erfolgscoach Tipps zum Thema "Freude im Glauben", ein offenes Singen wurde als Chorbprobe für den Gottesdienst gestaltet und als Highlight des Abends traten die 5 Jungs der "Bräutigang" aus Köln auf und gaben a capella Musik in einer mitreißenden Show zum Besten.
Wer danach immer noch nicht genug von Musik hatte, konnte sich spontan am "open Mic" einfinden. Hier gab es kein Programm - stattdessen spontane Musik von Freiwilligen "für alle" oder "mit allen" - Am Abend gaben hier die Franzosen den Ton an und rissen mit afrikanischen Songs das Publikum mit oder stimmten bekannte NAK-Hymnen an. Bei "Der Herr ist mein Licht" war es dann schließlich vollkommen egal, in welcher Sprache mitgesungen wurde.
Das Highlight des Wochenendes stand am Sonntag Morgen bevor: Der Jugendgottesdienst mit Bezirksapostel Pöschel. Thematisch bestätigte der Bezirksapostel das Jugendtagsmotto. Mit "Jesus Safe" käme eine Beständigkeit zum Ausdruck, die in unserer schnelllebigen Zeit oft vermisst wird. Es habe sich in den letzten Jahren mehr verändert als bestehen geblieben ist. "Himmel und Erde werden vergehen - ,meine Worte aber werden nicht vergehen" - Das ist die Sicherheit!
Was gibt Orientierung, was gibt Halt? Nicht wirtschaftlicher Erfolg, nicht Karriere - Jesu Worte geben dir Halt: "Alle die ihr Mühe habt, selig zu werden, kommt zu mir - ich will euch erhalten"
Was gibt Trost?: "Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende"
Haltet am Wort fest: Ein Schiff auf dem Meer liegt im Sturm. Es ist sicher, weil der Anker fest am Grund liegt. Wenn in deinem Leben alles zu wanken scheint - Zweifel, Gefühl der Gottesferne - dein Lebensschiff hat einen Anker: Das Wort Jesu. Den Anker interessiert die Unruhe an der Oberfläche nicht, Er liegt ruhig und fest am Grund.
Besitz, Erfolg, Ansehen, Schönheit, Beliebtheit sind Dinge, die passen nicht zu beständigen Werten. Vieles geht schnell wieder verloren. Das passiert mit den Worten Jesus nicht: "Dir sind deine Sünden vergeben", "Ich werde wiederkommen"
Der Bezirksapostel lobte die Jugendlichen, in dem er sagte, dass es einzigartig und großartig in der Neuapostolischen Kirche sei, dass diese ausgelassen feiern, aktiv mitwirken und auch im Gottesdienst eine geheiligte Stimmung herstellen können.
Versorgt mit so vielen kraftvollen Gedanken, dem Gefühl der großen Gemeinschaft und natürlich den leckeren Speisen, ging es am frühen Sonntag Nachmittag wieder nach Hause. Schon auf der Fahrt wurden die fehlenden Schlafstunden nachgeholt. Das Konzept "Youth Festival" ist aufgegangen, schaut man in die müden aber freudigen Gesichter der Jugendlichen.
Dieser Bericht sind subjektive Eindrücke eines Jugendbetreuers, Wer mehr über dieses besondere Wochenende erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, oder die Website der Gebietskirche Link 1 Link 2 zu besuchen.
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