Erntedankgottesdienst am 06.10.2024
Festlicher Rahmen zur Ehre Gottes
Bereits vor dem Gottesdienst begrüßten instrumentale Klänge die Gottesdienstbesucher an diesem Sonntagmorgen in Frechen.
Im Sinne des Gemeindesonntages wurden die Gottesdienstbesucher durch Sibylla und Anna, sowie die Kinder der Gemeinde, thematisch an das Thema des Gottesdienstes herangeführt. In einem kleinen Dialog wurden zunächst die unterschiedlichen Vorlieben herausgearbeitet und resumiert, dass Gott all diese Unterschiede und Gegensätze bei seiner Schöpfung berücksichtigt hat und jeder nach seiner Facon glücklich werden kann.
Interaktiv wurden die Anwesenden aufgefordert - ähnlich einem Memory - anhand einer Symbolkarte das passende Gegen(teil)stück zu finden. Dieses Spiel konnte nach dem Gottesdienst beim gemeinsamen Brunch fortgeführt werden.
Begrüßung eines Schmetterlings
Nach dem Eingangsgebet begrüßte der Vorsteher -neben der versammelten Gemeinde- auch den großen Schmetterling, der sich fröhlich flatternd im Kirchenschiff einfand. Das Bild der Verwandlung einer Raupe in diesen prächtigen Schmetterling nahm der Gemeindvorsteher, Priester Dominik Eger, als Beispiel, wie großartig Gottes Schöpfung sei.
Er sprach zunächst die Kinder an: "Wer hat alles ein Haustier?" Diejenigen wüssten, dass man sich stets um dieses Tier kümmern muss ("manchmal" reiche hier oft nicht!). Dies nenne man Fürsorge. Man kenne dies auch von Eltern, die sich besorgt um das Wohl der Kinder kümmern. Die Motivation hierfür ist die Liebe. - Ähnlich sei das bei Gott.
Das für den Gottesdienst verwandte Bibelwort (1.Mose 8, 22) stammt aus der Geschichte der Arche Noah. Auch wenn die Geschichte theologisch sehr kontrovers diskutiert wird - eine Blickrichtung lässt den Schluss zu, dass Gott den Menschen rettet. Die Erde hat zuletzt Bestand mit allen auf ihr befindlichen Gegensätzen.
Der Vorsteher kommt zurück auf den Schmetterling: "Er erinnert uns an die Wunder der Schöpfung. Bist du dir immer bewusst, was du alles kannst? Dein Glaube ist die Kraft zu realisieren, dass wir fliegen können".
Jeder habe sein Päckchen zu tragen. "Setze deinen Glauben ein, um ein Stück abzuheben von den Sorgen."
Gott will alles bewahren
Priester Eger ruft auf, das heutige Fest dazu zu nutzen, sich in Erinnerung zu rufen, dass Gott alles bewahren will. Somit ist es auch uns ein Anliegen, Mitverantwortung für die Bewahrung seiner Schöpfung zu übernehmen. "Lass uns mit dem Glauben auch andere Menschen anstecken", ermuntert er die Zuhörer.
Der andere Blickwinkel auf die Geschichte rund um die Arche Noah sind die Folgen der Sintflut - viele Menschen sterben! Hierzu führt Eger aus, dass die Bibel immer aus dem Fokus des Evangeliums gelesen werden muss. Gott kümmert sich und errettet. Gott ist immer der Fürsorgende und öffnet Türen. "Lass einen Neuanfang zu, der immer angeboten wird."
Erde bringt genug Ertrag.
Es liegt nicht an Gott, dass auf der Erde Hunger und Leid herrscht. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Erträge der Ernte für alle Menschen ausreichen würden, wenn der Mensch sie sinnvoll verteilen würde.
Der Vorsteher erinnert an Gottes Bund mit Noah, als Bund mit dem Menschen, dem 🌈 Regenbogen als sichtbarem Zeichen.
Was hat Gott vor? Es geht um Aufmerksamkeit! Wir sind nicht alleine. Zeige Verantwortung für das, was in diesem Leben passiert, für die Natur. Pflanz doch mal einen Baum, pflanz doch mal Blumen. Den ersten Samen gibt es gleich nach dem Gottesdienst.
Priesterin Ryll-Gerber ging in Ihrem Predigtbeitrag auf das gemeinsam zu Beginn gesungene Lied "Hast du heute schon Danke gesagt?" ein. Hast du schon Dankbarkeit gelebt? Wie geht das?
Sie erläuterte dies anhand der Farbenlehre zu den Farben des Regenbogens:
- Rot: Farbe der Liebe - Liebe erwidern: Gelebte Dankbarkeit.
- Orange: Farbe der Gesundheit - Ruhe gönnen: Auszeit nehmen. Bewegung: lebe deinen Glauben, bewege dich.
- Gelb: Farbe der Freude - Diene und opfere mit Freude
- Grün: Farbe der Hoffnung
- Blau: Farbe der Treue - Halte dich treu an Gott... auch wenn Winter ist... der Sommer kommt wieder.
- Lila = Farbe der Buße - Erkenne und bereue, wenn du gefehlt hast.
Der Chor beendet den Predigtteil mit den Worten größten Lobpreises - "Hallelujah!".
Wer sich übrigens fragt, was aus dem Schmetterling geworden ist: Dieser setzte sich zum Ende des Gottesdienste direkt vor die Füße der Kinder und ließ sich friedlich nach draußen tragen.
Nach dem Gottesdienst wurde traditionell der Erntedanktag auch kulinarisch gefeiert, beim gemeinsamen Brunch mit allerlei Köstlichkeiten.
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