Der zweite Advent stand ganz im Zeichen von Maria, der leiblichen Mutter Jesu. Ein Weckruf für Gottvertrauen und Wachsamkeit.
Am 08. Dezember 2024, zum zweiten Advent, diente Priester Thomas Kraus, Vorsteher der Gemeinde Bergheim, der Gemeinde in Frechen mit einem Wort aus Marias Lobgesang: Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. (Lukas 1,52.53).
Einleitend ging Priester Kraus auf ein bekanntes Lied aus der neuapostolischen Musikliteratur ein, in welchem es heißt: „Der Heiland sorgt für dich, fürchte dich nicht, […] traue ihm fest.“ Es beschreibt ein starkes Gottvertrauen und die Gewissheit, dass wir uns auf unseren Heiland verlassen können. In unserem persönlichen Leben erfahren wir häufig Situationen, in denen sich Menschen um einander sorgen, das ist gut so. Doch das Sorgen des Heilands ist auf einer anderen Ebene, so Priester Kraus. Er hat einen anderen Blick auf uns. Er kennt uns und weiß um unsere Gefühle und Empfindungen.
Weitergehend ging Priester Kraus auf die Eigenschaften Marias ein, in welchen sie uns ein Vorbild ist: Glaube, Vertrauen und Geduld. Dabei warf er einen Blick auf Marias Umstände. Aus einfachen Verhältnissen stammend, wird sie von Gott auserwählt. Ihr wurde eine große Aufgabe aufgetragen und sie hat diese trotz Zweifeln für sich angenommen. Sie wurde mit großen Schwierigkeiten konfrontiert: Sie musste Josef von ihrer Schwangerschaft erzählen. Nach Jesu Geburt mussten sie gemeinsam nach Ägypten fliehen. Bei Jesu Wirken musste sie erleben, dass ihr Sohn auch Widersacher hat. Und zuletzt musste sie die Kreuzigung ihres Sohnes miterleben. Trotz all dieser großen Belastungen hat sie den Glauben nicht verloren und konnte schließlich erleben, wie ihr Sohn auferstanden ist.
Auf unser Leben bezogen erklärte Priester Kraus, dass wir trotz der Schwierigkeiten in unserem Leben wie Maria an unserem Glauben festhalten sollen. Wir können darauf vertrauen, dass der Herr sich um uns sorgt. Er ist mit uns und hilft. Auch wenn wir in unserem Glaubensleben das Wirken des Bösen merken, können wir gewiss sein, dass Jesus das Böse besiegt. Priester Kraus appellierte: „Lasst uns an den Sieg Christi glauben!“.
Priester Sottek fragte die Gottesdienstbesucher in seinem ergänzenden Predigbeitrag „Wie viel Maria ist schon in dir?“. In der Folge ging er besonders auf eine der Eigenschaften Marias ein - die Geduld. Maria hatte Geduld, Geduld im hundertprozentigen Vertrauen in Gott. Und so erfüllte sich die Geduld im Ersten Kommen Christi. Christus gab uns die Verheißung, bis an der Welt Ende bei uns zu sein. Wir brauchen Geduld im Warten auf das Zweite Kommen Christi. Festhalten an der Verheißung und Vertrauen sind hierfür notwendig.
Vorbereitend auf das Heilige Abendmahl ging Priester Kraus auf das ausgewählte Abendmahlslied „Der Bräut’gam kommt“ ein, in welchem es heißt „Wacht Gottes Kinder, wacht immerfort“. Er gab den Gottesdienstbesuchern mit auf den Weg, immer wachsam zu sein und einmal besonders hinzuschauen, wo gesündigt wird. Man befindet sich in seinem "täglichen Trott" und überlegt, wo eine Veränderung hin zum Guten erfolgen kann.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde den Gottesdienstbesuchern erneut ein kleines Geschenk mit auf den Weg gegeben. Nachdem am 1. Advent das sog. "Mittelalter" die Besucher erfreut hat, verteilten an diesem 2. Advent die Senioren der Gemeinde individuell gestaltete Engel.
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