Frechener Kirchengemeinden feiern gemeinsam.
Pfingsten, das Fest zum Gedenken an das Geschehen, als der Heilige Geist, Bestandteil der Dreieinigkeit Gottes, über die in Jerusalem versammelte Jüngerschar Jesu gekommen ist und diese danach begeistert begannen, das Wirken Jesu und den Heilsplan Gottes zu verkünden.
„Hauch Gottes“
Unter diesem Motto trafen am Pfingstmontag, 25.05.2026 erstmals die 3 in Frechen ansässigen christlichen Glaubensgemeinschaften, zu einem ökumenischen Pfingstgottesdienst zusammen.
Als die Orgel gegen 11:00 Uhr den Beginn des Gottesdienstes musikalisch einleitete, hatten sich die Kirchenbänke in der Kirche St. Severin mit katholischen, evangelischen und neuapostolischen Christen gut gefüllt.
Prädikantin Bettina Straatmann, Pfarrer Hajo Kenkel und Priesterin Sibylla Ryll-Gerber beleuchteten 3 unterschiedliche Aspekte des damaligen Geschehens, welches den Anwesenden zunächst in Form einer Lesung aus dem Johannesevangelium vorgetragen wurde.
Offene Türen sind wichtig
Bettina Straatmann ging in Ihrem Predigtbeitrag zunächst auf den Aspekt der „offenen Türen“ ein. Sie berichtet aus dem kirchlichen Alltag, in dem Sie immer wieder damit konfrontiert werde, dass Menschen den Zugang zum Kirchengebäude suchen. Es sei Ihnen wichtig, sich Gott auf diese Weise zu nahen.
Jünger waren keine Superhelden
Sibylla Ryll-Gerber zitierte in Ihrem Predigtbeitrag ein christliches Kinderlied, in dem es heißt „Wir haben Freude zu verschenken – Freude, die man weitergeben kann, Freude, die die Welt verändern kann“. Das sei wie ein kleines Licht in der Dunkelheit, welches für sich alleine keine allzu große Wirkung hat, aber wenn man es weitergebe, erstrahlt es größer und erhellt die Umgebung.
„Die Jünger Jesu seien keine Superhelden mit Superkräften gewesen, sie waren Menschen wie du und ich. Das Erleben des Geistes war es aber, der sie drängte und befähigte in Kraft von Jesu zu zeugen“.
Menschliche Kraft alleine reicht nicht aus
Hajo Kenkel machte schließlich auf ein Missverständnis der heutigen Zeit aufmerksam: Es werde gerne der Eindruck vermittelt, dass es bei Allem stets auf einen alleine ankomme. Dies könne Druck erzeugen und birgt somit Gefahren in sich. Er ermunterte die Kraft aus dem Heiligen Geist wirken zu lassen. Wo er wirke, wirke der Geist der Versöhnung, der Liebe, des Friedens und der Barmherzigkeit. Auch in den christlichen Gemeinden der heutigen Zeit gebe es immer wieder Streit und Unstimmigkeiten. Er gab sinngemäß den Ratschlag: „Nehmt bei allem, was ihr tut, den göttlichen Gruß „Friede sei mit euch“ mit in euer Herz.“
Als sichtbares Zeichen hierfür, ermunterte Kenkel dazu, diesen Gruß mit seinen (Bank-)Nachbarn zu teilen. Hierzu reichte man sich die Hand und symbolisierte durch Bewegungen der ausgestreckten Finger den Flügelschlag einer Friedenstaube.
Gebet für den Nächsten
Besonders persönlich wurde es, als die Anwesenden aufgefordert wurden, für den (oft fremden) Sitznachbarn ein stilles persönliches Gebet zu sprechen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde der passive Zuhörer zum aktiven Christen.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrgarten der Kirche eingeladen. So suchten viele den Austausch untereinander.
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