Schulranzen, bunte Rucksäcke und viele erwartungsvolle Kinder: Der letzte Sonntag im August stand in der Gemeinde Dormagen ganz im Zeichen des bevorstehenden neuen Schuljahres. Zum Ende der Ferien waren die Kinder mit ihren Familien zu einem besonderen Gottesdienst eingeladen. Die Schulranzen und Rucksäcke durften dabei natürlich nicht fehlen. Vor dem Altar fanden sie einen besonderen Platz und wurden so zu einem sichtbaren Zeichen: Bald beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt – mit neuen Begegnungen, neuen Erfahrungen und manchen Herausforderungen. Eine liebevoll gestaltete Dekoration vor dem Altar machte deutlich, dass dieser Gottesdienst ganz den Kindern und ihrem Start ins neue Schuljahr gewidmet war. Schon vor Beginn des Gottesdienstes wurde spürbar, wie wichtig eine offene und herzliche Gemeinde für Familien sein kann. Eine Mutter von zwei kleinen Kindern dankte der Gemeinde für die Herzlichkeit, Geduld und Offenheit, mit der den Kindern begegnet wird. Gerade für Familien sei es wichtig, zu spüren: Wir sind willkommen. Wir gehören dazu.
„Du sollst nicht töten“ – mehr als ein Verbot
Im Mittelpunkt des von Priester Herholz geleiteten Gottesdienstes stand das fünfte Gebot: „Du sollst nicht töten.“ (2. Mose 20,13).
Was bedeutet dieses Gebot für unseren Alltag? Und was hat es mit Kindern und ihrem Leben in Schule, Familie und Freundeskreis zu tun?
Mit anschaulichen Beispielen wurde den Kindern vermittelt, dass das fünfte Gebot nicht nur ein Verbot ausspricht. Es enthält vielmehr einen wichtigen Auftrag: Leben zu achten, Leben zu schützen und füreinander da zu sein.
Denn Gewalt kann viele Formen haben. Sie ist nicht nur körperlich. Auch verletzende Worte, Ausgrenzung oder fehlende Aufmerksamkeit können einen Menschen tief treffen. Umgekehrt können ein freundliches Wort, ein tröstender Blick oder liebevolle Zuwendung einem anderen Menschen neuen Mut schenken.
Zur Vertiefung setzten sich die Kinder im Nebenraum gemeinsam mit Priesterin Hopp und der Kinderbeauftragten altersgerecht mit dem Thema auseinander.
Auch der Gemeindevorsteher griff den Gedanken auf: Das fünfte Gebot sei nicht allein als Verbot zu verstehen. Es sei zugleich eine Einladung, dazu beizutragen, dass Leben gelingen und sich entfalten kann. Wo Menschen einander Gutes wünschen und danach handeln, werde der Geist dieses Gebotes sichtbar.
Gerade in einer Zeit, in der Gewalt und Konflikte vielerorts zum Alltag gehören, sei es wichtig, für das Leben einzustehen und als Christen Zeichen der Hoffnung und der Wertschätzung zu setzen.
Musik, die verbindet
Natürlich durfte an diesem besonderen Sonntag auch die Musik nicht fehlen. Mit Liedern aus dem Kinderliederbuch, gemeinsamem Gemeindegesang und Chorbeiträgen wurde der Gottesdienst zu einem lebendigen gemeinsamen Erlebnis. Priester Rabenhorst bereicherte die Feier mit Sologesang. Auch Diakon Genzmer und Diakon Hopp wurden zu weiteren Predigtbeiträgen eingeladen.
So wurde aus dem Gottesdienst nicht nur ein Moment des Nachdenkens, sondern auch ein fröhliches gemeinsames Feiern.
Ein bunter Abschluss
Nach dem Gottesdienst wartete auf die Kinder noch eine kleine Überraschung: Jedes Kind erhielt einen Zeichenblock und einen bunten Stift. Bei Muffins und Getränken ging der Vormittag im Gemeinschaftsraum gemütlich weiter.
Es wurde erzählt, gelacht und miteinander gesprochen. Kinder und Erwachsene nutzten die Gelegenheit zur Begegnung – ein schöner Abschluss der Ferien und zugleich ein guter Auftakt für das neue Schuljahr.
Vielleicht lässt sich die Botschaft dieses Sonntags ganz einfach zusammenfassen:
Leben ist wertvoll. Jeder Mensch ist wertvoll. Und wir können einander helfen, mutig und behütet durchs Leben zu gehen.
Mit diesem Gedanken und Gottes Segen dürfen die Kinder nun in das neue Schuljahr starten.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
