Der Gemeindesonntag in Dormagen begann mit einem besonderen Bild: Vor dem Altar stand ein Foto mit dem Titel „Gemeinde ist wie ein Baum“. Zu Beginn des Gottesdienstes verlas ein Gemeindemitglied dazu eine besinnliche Erklärung, die das Bild des Baumes auf das Gemeindeleben übertrug. Ein Baum steht fest in der Erde. Seine Wurzeln reichen tief und geben ihm Halt, auch wenn Wind und Wetter an ihm rütteln. Seine Äste wachsen in unterschiedliche Richtungen und gehören doch alle zu einem gemeinsamen Ganzen. „Auch wir sind eine solche Gemeinschaft“, lautete die zentrale Botschaft. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine persönlichen Gaben und seinen eigenen Glauben mit. Trotz aller Unterschiede verbindet die Gemeindemitglieder eine gemeinsame Grundlage: Jesus Christus. Er ist die Mitte des Glaubens und das Fundament der Gemeinschaft. In ihm sind die Gläubigen verwurzelt, aus ihm schöpfen sie Kraft und Hoffnung. Mit Dankbarkeit für die Gemeinschaft, offenen Herzen für Gottes Wort und dem Vertrauen auf Gottes Gegenwart wurde der Gottesdienst begonnen. Gemeinsam wollten die Teilnehmenden feiern, beten und darauf vertrauen, dass Gott die Gemeinde führt, stärkt und wachsen lässt.
Anschließend gestaltete Gemeindevorsteher Priester Herholz den Gottesdienst. Grundlage seiner Predigt war das Bibelwort aus Offenbarung 4,11. Im Mittelpunkt stand Gott als Schöpfer aller Dinge, durch dessen Willen alles ins Dasein gekommen ist. Weil Gott der Schöpfer ist, gebühren ihm Lob, Ehre und Anbetung.
Zugleich wurde die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung hervorgehoben. Als Ebenbilder Gottes sind die Menschen dazu aufgerufen, sorgsam mit ihr umzugehen. Die gegenwärtige, unvollkommene Schöpfung wird eines Tages durch die neue und vollkommene Schöpfung Gottes ersetzt werden.
Priester Rabenhorst ergänzte die Predigt durch eine Co-Predigt und vertiefte damit die geistlichen Gedanken des Gottesdienstes.
Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Gemeindemitglieder zu einem gemeinsamen Brunch zusammen. Dabei stand eine besondere kulinarische Aufgabe im Mittelpunkt: Alle waren eingeladen, Speisen mit Kartoffeln mitzubringen. So wurde die Gemeinschaft nicht nur im Gottesdienst, sondern auch beim gemeinsamen Essen und im persönlichen Austausch erlebbar.
Der Gemeindesonntag in Dormagen verband damit geistliche Besinnung und gelebte Gemeinschaft. Wie die Äste eines Baumes in verschiedene Richtungen wachsen und doch durch einen gemeinsamen Stamm verbunden bleiben, so finden auch die Gemeindemitglieder in Jesus Christus ihren gemeinsamen Halt.
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