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Entscheidung für Segen oder FluchDonnerstag, 09.07.2009

Köln-Seeberg. 40 Jahre war das Volk Israel durch die Wüste gezogen und hatte manches durchlebt. Nun standen sie dicht vor den Toren des Gelobten Landes, und Josua erinnerte sie noch einmal eindringlich an die Wohltaten Gottes und das Verhalten des Volkes.


Gleich einem Resümee fasste er alle Gedanken in einem Schlagtext zusammen: „Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch:  den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abweicht von dem Wege, den ich euch heute gebiete, dass ihr andern Göttern nachwandelt, die ihr nicht kennt.“  (5. Mose 11 26-28).

 Dieses Bibelwort verwendete Apostel Otten als Grundlage seiner Predigt, die er am Mittwoch, 8. Juli 2009, in Köln-Seeberg hielt. Auch die Gemeinde Köln-Nippes war zu diesem Gottesdienst eingeladen. In seinen Ausführungen machte er die klare Konsequenz, die sich aus unserer Entscheidung für Segen oder Fluch ergibt, deutlich.  Sicherlich haben wir alle eine Grundsatzentscheidung für Gott getroffen, aber wie sieht es bei den vielen kleinen Entscheidungen im Alltag, fragte der Apostel in die Gemeinde, bei denen uns eine Unterscheidung zwischen Segen und Fluch oftmals gar nicht so leicht fällt. Wichtig sei daher, immer eine bewusste Entscheidung zutreffen. In letzter Konsequenz sei eine Entscheidung für den Segen auch immer eine Entscheidung gegen den Fluch. Der Apostel setzte dann vier Schwerpunkte:

-       Eine Entscheidung für das ewige Leben ist auch immer eine Entscheidung gegen das Ausufern des irdischen Lebens. Als mahnendes Beispiel führte der Apostel das Gleichnis vom reichen Kornbauer an.

-       Eine Entscheidung für das Opfer ist auch immer eine Entscheidung gegen den Fluch. Die Witwe zu Zarpat war bereit, das letzte Mehl für den Mann Gottes zu opfern und erlebte daraus einen großen Segen.

-       Eine Entscheidung für die Nachfolge ist auch immer eine Entscheidung gegen das Verfolgen eigener Wege. Hier erinnerte der Apostel an den reichen Jüngling, der nicht in die Nachfolge trat.

-       Eine Entscheidung für Christus bedeutet auch immer Veränderung und ist eine Entscheidung gegen Stagnation im Glauben. Als Christus Paulus begegnete,  veränderte sich sein ganzes Leben.

Wie geht es am besten, immer die richtige Entscheidung zu treffen? Aaron wurde seinerzeit aufgefordert, die Namen der Söhne Israels auf dem Herzen zu tragen (2. Mose 28, 29). So sollten die Geschwister alle Entscheidungen immer im Herzen treffen, gab der Apostel der Gemeinde als guten Rat mit auf den Weg.   

 

Alfred Krempf, Köln