die Jugendfahrt 2015 führte in die Eifel
Mit einer kleinen Gruppe Jugendlicher ging es am Freitag, 14.08.2015 in Richtung Eifel. Ziel war eine Jugendherberge zwischen Simmerath und Rurberg. Bereits die Serpentinen bei der Anfahrt machten deutlich, was uns in besonderem Maße am Samstag erwarten würde. An diesem Tag war mit dem Adventure-Sportanbieter "Hoch 3" eine Teambuildingmaßnahme am See geplant.
Geselliger Abend
Zunächst begann die Freizeit offiziell mit dem „Pizza-All-You-can-eat2-Abendessen. Da zur Gruppe viele „neue Jugendliche“ gehörten, starteten wir mit sog. „Kennenlernspielen“, bei denen es wortwörtlich über Tisch und Stühle ging. Es folgten ein verrücktes Bibelpantomime, so wie ein Rätsel, bei dem die Jugendlichen sich in zwei Gruppen gegeneinander mit Buchstaben auf Rücken und Bauch sortieren mussten, bis der gesuchte Begriff korrekt angezeigt wurde.
Den gemeinsamen Abschluss bildeten 2 Runden „Werwolf“.
Gegen halb 2 in der Früh erloschen dann auch langsam die letzten Lichter auf den Zimmern, denn es war angekündigt:
Frühstück ab 8:00 Uhr… !!!
Schon während des Frühstücks trafen Erich und Max ein. Sie wiesen uns als Trainer in den Samstag ein. Zunächst ein Orientierungsmarsch in zufällig eingeteilten Gruppen bis zum See, danach Floßbau mit bereitgestellten Materialien und anschließend der große Seetüchtigkeitstest. Bereits beim Orientierungsmarsch mussten Jugendliche feststellen, dass die Karte zwar aussah wie ein Ausschnitt aus einem Navi, sie sich jedoch nicht mit der Gruppe mitbewegte. So landete eine Gruppe schon bald außerhalb des Kartenbereiches und versucht ihr Glück im Querfeldeinrutschen, was mit Badeschlappen nicht sehr angenehm war, wie sich bald herausstellte. Trotzdem gelang es allen Beteiligten den vereinbarten Treffpunkt zu finden.
Floßbau am See
4 Tonnen, 5 Hölzer, 9 kurze Seile und 4 lange Seile standen den Jugendlichen anschließend zur Verfügung um eine seetaugliches Floß zu errichten. Es wurde getüftelt, probiert und verworfen. Relativ zügig waren jedoch die Entwürfe fertig. Max und Erich zeigten den Teilnehmern unterschiedlich Knotentechniken und gaben Tipps zur Optimierung der Konstruktion.
Der Transport zum See war dann der erste Stabilitätstest bevor die Flöße zu Wasser gelassen werden konnten. Wie Sänften trugen die Teams ihre Flöße zum Ufer, wo zunächst die Sicherheitseinweisung stattfand. Bis hier ging alles gut. Beim Eintauchen in den See musste die erste Gruppe feststellen, dass die Knoten wohl doch nicht stramm genug waren. Das Floß löste sich beim ersten Wasserkontakt in seine Einzelbestandteile auf und musste nachjustiert werden.
Jugendbetreuer gingen baden
Richtig lustig wurde es jedoch, als die Betreuer versuchten ihr Floß in Marsch zu setzen. Schnell stellte sich heraus, dass die Gewichtsverteilung auf einem solch wackeligen Konstrukt enorm wichtig ist, denn das Floß kippte mitsamt Besatzung schneller um, als die Besatzung sich positionieren konnte.
Alle hatten viel Freude und verbrauchten im Wasser enorm viel Energie. Ein Problem. was vielen erst auf dem steilen Weg zurück zur Jugendherberge bewusst wurde. Mit nassen Klamotten und Schuhen 2 Kilometer steil bergan durch den Wald. Kein Wunder, dass der Abend nach dem gemeinsamen „Grillen in Sturm und Regen“ sowie der anschließenden Chorprobe für den Sonntagsgottesdienst bereits gegen 23.00 Uhr in den Betten endete.
Nah dran am Altar
Nach dem Reinigen der Zimmer und dem gemeinsamen Frühstück wurde der Gemeinschaftsraum zur Kirche umgewandelt, die vom Grillen übrig gebliebenen Pappteller in Liedertafeln und Emblem umgewandelt und ein Altar eingerichtet. Eine ganz eigene und intime Atmosphäre entstand, Gemeinsam Erlebtes wurde durch die zahlreichen Predigtbeiträge mit dem Tageswort verknüpft und es entsand ein ganz persönlicher Gottesdienstcharakter, den sicher viele noch lange im Herzen tragen werden.
Nach dem Mittagessen endete die Jugendfreizeit mit dem gemeinsamen Aufräumen. Durch den Regen, der uns „Gott sei Dank“ während der Floßaktion am Vortag erspart blieb, fuhren die Teilnehmer dann müde aber glücklich gen Heimat…