Am Sonntag, den 02.September 2018 fand in Köln-Süd der erste Gemeindesonntag statt. Ein Tag, der Überraschungen und Freude für Groß und Klein bereit hielt.
Dieser Sonntag hält manche Überraschung bereit. Das merken die Geschwister gleich zu Beginn des Gottesdienstes, als der Vorsteher plötzlich zwei bunte Krawatten zückt. Es ist der Auftakt des ersten Gemeindesonntags in Köln-Süd. Priester Moog deutet auf die Krawatten und erklärt, dass die Kinder damit heute etwas ganz besonderes vorhaben. Er sagt, so unterschiedlich wie die Farben dieser Krawatten, sind auch die Menschen, die sie getragen haben. Aber dennoch hätten alle Menschen, die Teil der Gemeinde sind, etwas gemeinsam. Anschließend verlassen die Kinder mit den Lehrkräften den Kirchensaal, um sich auf ihren großen Auftritt vorzubereiten.
Dem Gottesdienst dient ein Bibelwort aus Apostelgeschichte 2, 46-47 als Grundlage: „Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“
In der Predigt geht der Vorsteher besonders auf das Wort einmütig ein. Das heißt, eines Sinnes sein, das gleiche Ziel haben, erklärt er. Eine solche Haltung erfordere auch den Mut sich selber zurückzunehmen und auf Dinge zu verzichten, die einem wichtig sind. Priester Moog spricht von den verschiedenen Bedürfnissen, die die Geschwister haben. Diese seien oftmals so unterschiedlich, dass nicht alle erfüllt werden könnten. Deshalb erfordere es Großzügigkeit untereinander, damit es in der Gemeinde trotzdem harmonisch zugeht.
Auf die Frage, was die Gemeinde noch zusammenhält, geben an diesem Sonntag die Kinder eine Antwort: 153 Krawatten und Tücher, die aus der Gemeinde extra zu diesem Anlass mitgebracht wurden. Die Kinder haben diese zu einem riesigen Band zusammengeknotet, das sie kurz vor dem Abendmahl wie ein riesiges Lasso im Kirchensaal auslegen. Nur, dass damit niemand eingefangen werden soll. Vielmehr ist es ein Symbol für die Gemeinschaft: schaut hin, jeder darf sich in die Gemeinde eingeschlossen fühlen.
Anschließend singen alle gemeinsam aus der Kinderliedersammlung. Und damit sich die Großen bei der neuen Melodie nicht vertun, singen es ihnen die Kleinen zunächst vor: „Ja Gott hat alle Kinder lieb, jedes Kind in jedem Land. Er kennt alle unsere Namen. Hält uns alle in der Hand“ heißt es in der ersten Strophe.
Im Anschluss sind alle noch zum traditionellen Kaffee-Süd eingeladen. Wieder einmal haben fleißige Hände im Foyer ein Buffet vorbereitet. Bei kulinarischen Köstlichkeiten tauscht man sich über die Eindrücke dieses Tages aus. Und wer weiß, vielleicht wurden bereits Pläne für den nächsten Gemeindesonntag am Erntedanktag geschmiedet.
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