Am Samstag, den 29.09.2018 trafen sich zehn Geschwister der Gemeinde, um zusammen die romanischen Kirchen Kölns zu besichtigen.
Los ging es um 14 Uhr an der St. Georgs Kirche am Waidmarkt, eine der zwölf romanischen Kirchen in Köln. Wir haben an diesem Tag gelernt, dass sie eine Stiftskirche mit zwei Chören auf der Ost- und auf der Westseite ist. Im Westen haben wir einen römischen Taufstein und Standbilder von Petrus mit dem Schlüssel und Paulus mit dem Schwert, sowie den Gekreuzigten an einem Pestkreuz entdeckt. Beeindruckt haben uns auch die prächtigen Kapitele der Säulenbasilika und die Glasfenster.
Unser Führer, ein fachkundiger Historiker, konnte uns darüber hinaus viele Einzelheiten erklären und zeigen: Das Mosaik über dem Eingang, auf dem St. Georg und Erzbischof Anno II. zu sehen sind; die steinernen Danktafeln in der nördlichen Vorhalle, mit denen Dank für empfangene Hilfe an den heiligen Judas Thaddäus gerichtet wurde; das Altarbild im südlichen Seitenschiff, auf dem die Kreuzigung, die Beweinung und die Auferstehung Jesu vom Maler Barthel Bruyn prächtig dargestellt wurden oder der goldene Tabernakel, in dem die geweihten Hostien aufbewahrt werden. Außerdem haben wir erfahren, dass neben den regulären Gottesdiensten in dieser Kirche zurzeit auch Gottesdienste in Gebärdensprache gefeiert werden.
Nach einer Stunde ging es weiter zur Kirche Groß St. Martin durch die Dreiköniginnenpforte über den Lichhof (Leichenhof). Groß St. Martin wurde um 1100 n. Chr. auf einer Insel erbaut: die Kirche steht auf römischen Lagerhallen. Wie auch in der Kirche St. Georg wurden die Malereien im 19. Jahrhundert von den Wänden entfernt, so dass es sehr hell ist in der Kirche. Ein kleines, dreiteiliges Altarbild zeigt die Beschneidung des Säuglings Jesu. Der 75 Meter hohe Turm war zur Bauzeit der höchste Turm in Köln. Die Kirche war ehemals ein Kloster, später eine Stiftskirche. Eindrucksvoll sind die Ausgrabungen unter der Kirche: dort konnten wir Reste von dicken Mauern aus Basalt- und Tuffstein in Augenschein nehmen.
Nach dem Ende der offiziellen Führung haben vier von uns noch auf eigene Faust die Kirche St. Maria im Capitol besichtigt. St. Maria war nach dem Dom einst die Hauptkirche. Hier hat uns Orgelempore die über dem Altarbereich besonders beeindruckt. Es gibt dort auch einen sehr geräumigen Umlauf hinter der Orgel mit einem zweiten Altar. Hier sind die zwölf Sternzeichen kreisförmig in den Fußboden eingelassen. In dieser Kirche steht ebenfalls ein Pestkreuz. Trotz vielfältigster Eindrücke, die wir an diesem Tag gesammelt haben, waren wir uns in einem Punkt einig: „Das war schön und wir sollten das unbedingt wiederholen.“
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