Das heilige Abendmahl bildet den Höhepunkt in jedem Gottesdienst. Am Gemeindesonntag brachten das die Kinder besonders zum Ausdruck, in dem sie am Beginn des Gottesdienstes Brot und Traubensaft als Symbole für das Sakrament am Altar niederlegten.
„Ja, sind wir auch wirklich anwesend?“, griff Dienstleiter und Vorsteher Priester Moog die Einladung der Kinder fragend auf. Er wünschte es der Gemeinde, nicht allein körperlich, sondern ganz mit Leib und Seele dabei sein zu können.
Teamplayer und Spielkameraden
Nun führte er in das Thema des Gottesdienstes ein und wandte sich zunächst an die Kinder. Brot und Wein teilte Jesus Christus an seine Jünger anlässlich des jüdischen Passafestes aus. Er stiftete dabei erstmals das Abendmahl, das wir heute in jedem Gottesdienst feiern dürfen. Es sei wichtig, an diesem Sakrament immer „würdig“ teilzunehmen.
„Würdig, das ist ja ein schwieriges Wort“, konstatierte der Dienstleiter. „Weiß denn jemand, was das bedeutet?“, fügte er hinzu. Der Mannschaftskapitän einer Sportmannschaft sei zum Beispiel würdig, sein Team anzuführen. So ein Sportler verfüge über entsprechende Eigenschaften, und dem Spielkameraden, dem man sein Spielzeug überlasse, müsse man vertrauen können.
Die Merkmale eines Teamplayers und die Verlässlichkeit seien gute Umschreibungen für die Würdigkeit.
Nach den einführenden Worten des Vorstehers schlüpften die Vier- bis Zwölfjährigen im anschließenden separaten Unterricht spielerisch in die Rollen der Jünger. So konnten sie sich - bei Brot und "Kinderwein" - ein lebendiges Bild von der Begebenheit während des ersten Abendmahls mit Jesus Christus machen.
Brot und Wein – mehr als irdischer Genuss
Brot und Wein waren bereits im Foyer der Kirche als Symbol für das Sakrament des Heiligen Abendmahls aufgestellt worden. „Mit ungesäuertem Brot und Wein in Form einer Hostie feiern auch wir das Heilige Abendmahl und haben damit Gemeinschaft mit Jesus Christus“, führte Priester Moog im Weiteren aus. Er erläuterte, dass Jesus diese Symbole auf eine andere Ebene gezogen hätte.
Der rein äußere Genuss von Brot und Wein würde nicht den gewünschten Effekt erzielen, ja nicht einmal sättigen. Vielmehr träten Jesu Fleisch und Blut in der Aussonderung der Gaben zu Brot und Wein hinzu. Das gelte es „würdig“ anzunehmen.
Den Götzendienst zu fliehen, also anderen Heilsmitteln abzusagen, empfahl der Dienstleiter zu diesem Zweck gemäß einer Aufforderung des Apostels Paulus an die Korinther (1. Kor 10,14).
Es sei der Glaube an Jesu Tod, seine Auferstehung und sein Wiederkommen, sowie die Nachfolge durch Orientierung an christlichen Werten und schlussendlich die Bußfertigkeit, die uns innerlich vorbereiteten auf eine geheiligte Empfangnahme des Sakraments.
Amen – So sei es
Wieder zusammen mit den Kindern sollte die Feier des Heiligen Abendmahls nun zur Realität für die ganze Gemeinde werden. „Was bedeutet Amen?“, wollte der Vorsteher nun von den jungen Geschwistern wissen. „Das bedeutet: 'So sei es!'“, wussten die Kinder. Und damit legte er allen Teilnehmern nahe, Brot und Wein nicht nur dankend anzunehmen, sondern mit einem 'Amen' die Aufnahme von Fleisch und Blut Jesu Christi zu bejahen.
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