Erntedankgottesdienst 2020
Zum Einstieg in das Thema des Tages präsentierte die Jugendgruppe der Gemeinde einen Filmbeitrag, in dem der Frage nachgegangen wurde, wo denn eigentlich der Apfelmus herkäme. Man näherte sich vom Händler über den Produzenten, ein Wissenschaftslabor bis hin zum Apfelbauern. Um zur Erkenntnis zu gelangen, dass niemand erklären konnte, wo der für die Züchtung eines Apfels maßgebliche Kern ursprünglich herkommt. Kein Mensch kann diesen herstellen, das Geheimnis liegt in Gottes Schöpfung. Was Gott noch so alles Großes an uns getan hat, gaben zahlreiche Gemeindemitglieder in Kurzinterviews zum besten. Ein bunter Strauß von kurzen und längeren Statements im Videobeitrag ließ einen Einblick in die Herzen der Gläubigen zu.
In der Predigt (Bibelwort: Pslam 104,24 HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter), ging der Gemeindevorsteher, Priester Dominik Eger darauf ein, dass es wichtig ist, sich die göttlichen Werke immer wieder bewusst zu machen und das Danken hierfür nicht zu vergessen. Ohne die göttliche Ordnung wäre viel Chaos, ähnlich in einem Kinderzimmer, in dem Eltern sich oft "Fakir-artig" bewegen müssten. Um die Schmerzen, verursacht durch unvermeidlich Begegnungen mit zahreichen wüst herumliegenden Kleinteilen, ertragen zu können.
Auch Evangelist Baur ging in seinem ergänzenden Predigtbeitrag auf die Verantwortung im Umgang mit Gottes Schöpfung ein. So sollten wir unser Verhalten bewusst machen und ggf. ändern, wenn wir unseren Kindern die Schöpfung in einem guten Zustand überlassen wollen.
Es gilt beispielsweise dem fortgeschrittenen Artensterben entgegenzuwirken. So wäre festzustellen, dass durch klimatische Veränderungen bestimmte bekannte Apfelsorten in unserer Region mittlerweile nicht mehr kultivierbar seien.
Der Gedanke der "Umweltsünde" hatte dann auch maßgeblich Einfluss auf die Vorbereitung zur Sündenvergebung.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles sowie dem Schlusssegen, präsentierte Priester Eger der Gemeinde den "Trostbären", der den Gottesdienst über mit seiner blauen Weste bekleidet, bereits einen Platz am Altar eingenommen hatte. Seine Artgenossen werden in Frechen künftig auf Einsätzen der städtischen Feuerwehr an Kinder verteilt, die von Unfällen oder sonstigen Einsatzszenarien betroffen sind. Die Bären bilden das Ergebnis der Spendenaktion der Kinder der Gemeinde rund um das Erntedankfest 2019 in unserer Gemeinde.
Zum süßen Ausklang des Vormittags verteilten die Jugendlichen unter Einhaltung der coronabedingten Hygienemaßnahmen der Gemeinde Gläser mit selbst gekochtem Apfelmus an die Gemeindemitglieder, womit sich der Kreis zu ihrem einleitenden Beitrag vor dem Gottesdienst schloss.
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