Ein ganzes Reporterteam war vor Ort, als der Prophet Jona zum Bezirkskindergottesdienst am 30.06.20224 von seinen Erlebnissen berichtete.
Für den letzten KiGo vor der Sommerpause hatte Priester Hagen Weyand das Textwort aus Jona 3, Verse 1 und 2 gewählt. Begleitet wurde der Gottesdienst dieses Mal durch eine Nachrichtensendung. Eine Reporterin berichtete, dass der Prophet Jona einen Auftrag Gottes abgelehnt haben soll. Um der Sache auf den Grund zu gehen, wurde Jona nach den Hintergründen befragt. Dieser berichtete von seinem Auftrag, die Menschen in Ninive, die sich schlecht benahmen, zu warnen. Allerdings gefiel ihm dieser Auftrag überhaupt nicht und er lief weg.
Die Kinder wurden im ersten aktiven Teil gefragt, ob sie bestimmte Aufträge annehmen würden. Von der Reporterin wurden sie gefragt, warum sie sich für das eine oder andere entschieden hätten. Der Priester machte deutlich, dass es in Ordnung sei, nicht immer einer Meinung mit Gott zu sein. Er liebt uns trotzdem und lässt uns nicht allein.
Die Nachrichtensendung ging weiter. Jona, der sich nun in Ninive befand, berichte von seinen Erlebnissen – seinem Weglaufen, dem Sturm auf dem Meer und seiner Zeit im Bauch des Fisches, die ihn zum Nachdenken bewegt hat. Die Reporterin fragte Jona nach dem aktuellen Stand. Dieser sprach sehr abwertend von den Menschen aus Ninive. Er ging davon aus, dass Gott die Menschen trotzdem bestrafen würde, da sie das in Jona‘s Augen verdient hätten. Die Reporterin bemerkte, dass Jona ziemlich viele Vorurteile hätte und forderte die Kinder zum Vorurteils-Check auf.
In diesem aktiven Teil sollten die Kinder vier Personen Eigenschaften zuteilen. Sie lagen damit fast immer daneben. Was sagt Gott zu unseren Vorteilen? Da war der Experte, Priester Weyand gefragt. In seinem Predigtteil rief er dazu auf, dass wir uns nicht von unseren eigenen Vorurteilen leiten lassen sollten.
Die Reporterin erkundigte sich bei Jona, wie er nun dazu stehe, dass Gott die Menschen in Ninive verschont hat. Jona war alles andere als begeistert darüber. In seinen Augen hatten die Menschen eine Strafe verdient. Nun wurden die Kinder gefragt, ob sie schon einmal eine solche Situation erlebt hätten – jemand wurde in ihren Augen „verschont“ – und wie sie sich dabei gefühlt hätten. Die Reporterin zog als Fazit, dass wir es wohl alle schon einmal nötig hatten, dass uns jemand verzeiht. Sie stellte sich die Frage, wie das beim lieben Gott aussieht.
Priester Weyand fasst noch einmal zusammen. Jona war enttäuscht von Gottes Gnade. Wenn Gott jemanden verzeiht und ihm Gnade schenkt, dann wollen wir das auch tun. Damit wurde auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl vorbereitet. Alle Teilnehmenden konnten auf einen Zettel eine Situation schreiben, für die sie um Vergebung bitten. Die Zettel wurden vor dem Altar in eine Schale mit Wasser geworfen. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls hatten sich diese Zettel aufgelöst – symbolisch für die Vergebung unserer Sünden.
Zur Erinnerung an den KiGo erhielten die Kinder zwei kleine Stückchen Seife in Fischform. Ein Stück sollte uns dabei an unsere Vorurteile erinnern, die wir immer wieder überdenken sollen. Das andere Stück Seife stand für die Momente, in denen wir Fehler gemacht haben und die wir uns von Gottes Gnade gerne wegwaschen lassen würden.
Bei dem gemeinsamen Mittagessen stand das Thema „Fisch“ im Vordergrund.
Der nächste KiGo für die Kinder des Bezirkes Köln West findet statt am Sonntag, den 29.09.2024, um 11.30 Uhr, in unserer Kirche in Frechen. Davor wird es am Samstag, den 31.08.2024, noch eine gemeinsame Kinderfreizeit geben.
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