Der Herr ist mein Licht!
Am Samstagmorgen, den 3. August 2024, versammelte sich eine große Schar aus Familie, Freunden, Weggefährten und Gemeinde, um unserem Priester i.R. Wilfried Schneider die letzte „Ehre“ zu erweisen und den Hinterbliebenen in besonderer Weise Geborgenheit in der Gemeinschaft zu vermitteln.
Bevor der Gemeindevorsteher auf das Bibelwort aus Psalm 27,1 „Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?“ einging, trug die älteste Tochter Astrid den Lebenslauf des verstorbenen Vaters sehr liebevoll und bewegend vor. Sein Sohn Marc zitierte ein inhaltsreiches Gedicht .
Priester Dominik Eger, der Gemeindevorsteher, ging zunächst auf die Musikalität des Verstorbenen ein. Wie oft wird er den vertonten Psalm, der als Grundlage für die Trauerfeier diente, schon gesungen und auch dirigiert haben. Ein Lied, mit dem eine Vielzahl von neuapostolischen Christen groß geworden sind.
Priester Eger rief dazu auf, den Kern des Liedes zu erfassen und den Psalm als eine Art Lebenshaltung zu verinnerlichen in der Gewissheit, dass man in Gottes Allmacht Geborgenheit und Kraft findet. Denn so habe es auch der Psalmdichter David gemacht und erlebt.
Das Psalmwort sagt uns unter anderem, dass der Herr das Licht ist. Wir sollen uns somit mit dem wahren Licht, Jesus Christus, beschäftigen. Denn er gibt Trost, schafft Geborgenheit und schenkt Perspektive. Das Licht sei auch die Liebe Gottes, die er uns in allen Lebenslagen anbietet. Seine Gegenwart bringt Trost und Sicherheit, auch wenn gerade eine Welt für uns zusammengebrochen ist.
Zudem sollen wir uns bewusst machen, dass Gottes Ziel und Fokus immer auf dem Heil für die Seele liegt. Es gilt, sich durch nichts und niemanden aus der Bahn werfen zu lassen. Denn Licht und Heil ist Geschenk Gottes an den Menschen.
Das Bibelwort sei auch Sicherheit, Bestätigung und Zusage Gottes zugleich. Wir brauchen uns nicht zu fürchten und wir sind nie allein. Gott ist der Versorgende und ist bei uns besonders in den schwierigen Zeiten des Lebens.
Gott ist eine Schutzburg, in ihm und durch ihn empfangen wir Kraft, haben Schutz und auch Halt für unser Leben, führte Priester Eger weiter aus. Gott ist der Allmächtige, er berührt und begleitet bis ans Ende.
Auch die Angst gehört zum Leben, aber Gott hilft, dass die Angst uns nicht lähmt, indem er uns trägt, sich zeigt und uns immer wieder einen Engel des Trostes schickt.
Evangelist Frank Bach hob in seiner Co-Predigt noch einmal die besonderen Eigenschaften und Stärken des Verstorbenen hervor. Diese haben uns als Familie, Freunde und Gemeinde immer gutgetan.
Der Trostgottesdienst wurde von bewegenden Chor- und Gemeindeliedern sowie zu Herzen gehenden Stücken des Gemeindeinstrumentalensembles umrahmt.
Im Anschluss an die Trauerfeier nutzten viele noch die Gelegenheit beim Trauerkaffee den einen und anderen Gedanken miteinander zu teilen.
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