Am Samstag, den 15.08., trafen sich rund 20 Gemeindemitglieder und Freunde der Gemeinde, um bei einer Besichtigung das Schloss Augustusburg kennenzulernen – ein bedeutendes Bauwerk des 18. Jahrhunderts in Brühl.
Auch wenn es nicht mehr ganz so heiß war wie in den Tagen zuvor, freuten sich viele auf eine angenehme Abkühlung im Schloss.
Ganz so kühl blieb es allerdings nicht: Das Gebäude hatte sich in den Wochen davor durch die anhaltenden Temperaturen bereits deutlich aufgeheizt.
In den unteren Räumen gab es viele Informationen zum Bau des Schlosses sowie zur Zeit des Kurfürsten Clemens August.
Er war neben seiner Rolle als Kurfürst sowohl Erzbischof als auch Fürstbischof und prägte damit die politische und geistliche Ausrichtung seiner Epoche.
Besonders eindrucksvoll war das pompöse Treppenhaus in Triumpharchitektur.
Dort wird Clemens August in vier Allegorien dargestellt, die seine Charaktereinstellung und sein Selbstverständnis sichtbar machen: Adel, Gerechtigkeit, Glaubenstreue und Bescheidenheit
Von dort ging es weiter über den Gardensaal in den Speise- und Musiksaal. Während unten gespeist wurde, konnten die Musikanten und Begleiter von ihren Positionen aus beobachten – ein Eindruck, der nachvollziehbar macht, wie stark sich das gesellschaftliche Leben um den Adel ordnete. Diese Faszination zum Adel ist bis heute gesellschaftlich bekannt, auch wenn sie sich natürlich heute eher über Zeitschriften und Berichte von Adelsexperten zeigt.
Anschließend besuchte die Gruppe die beiden Vorzimmer, die als Wartebereiche für die Audienz dienten.
Da sich die Räume unmittelbar in Blickrichtung zum Schlosspark befinden, sollte auch das Thema „Natur“ im Inneren aufgegriffen werden: Zahlreiche Motive aus Wald und Jagd finden sich in Gemälden und Teppichen. Blumen setzten zudem farbliche Akzente in den Stuckflächen.
Je näher man dem Audienzsaal des Kurfürsten kam, desto eindrucksvoller wirkte die Ausstattung.
Dabei spielte auch das geplante Zusammenspiel aus Licht und Gestaltung eine Rolle: Der Audienzsaal sollte – ausgerichtet auf die Mittelachse des Schlossparks – von vorn beleuchtet werden; außerdem sollte Licht von den abgeschrägten Spiegeln auf den mittig sitzenden Kurfürsten fallen.
Dass Clemens August sich in dieser Inszenierung selbst als besonders „bescheiden“ präsentierte, wirkt aus heutiger Sicht jedenfalls wenig zurückgenommen.
Er selbst erlebte die Fertigstellung des Audienzsaales nicht mehr.
Nach der rund 1,5-stündigen Führung brach die Gruppe gemeinsam auf um im Restaurant auf weitere Geschwister der Gemeinde zu treffen und mit allen zusammen bei lebendigen Gesprächen den Tag ausklingen zu lassen.
Zufrieden, mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck und mit dem guten Gefühl, als Gemeinschaft einen schönen Tag miteinander verbracht zu haben, verabschiedeten sich alle voneinander und machten sich auf den Heimweg,
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