Nelson wagt den Sprung in die Eigenverantwortung
Am Sonntag den 14.04.2024 war es so weit, dass Konfirmand Nelson sein Ja-Wort und das Konfirmationsgelübde vor Gott ablegen würde. Bereits auf seinem Weg im Konfirmationsunterricht konnte er neue Einblicke in die Gemeinde gewinnen und in die Jugend eingebunden werden. So wurde beispielsweise die Konfirmationsunterrichtsstunde zum Thema „Lehre der letzten Dinge“ zu einer Jugendstunde mit einigen Jugendlichen der Gemeinde.
Der besondere Altarschmuck und Musik des Streichquartettes und des Chores konnten bereits den Gottesdienst in einen festlichen Rahmen setzen.
Anlässlich der Konfirmationen 2024 gab Stammapostel Jean-Luc Schneider den Konfirmanden auf der ganzen Welt das Bibelwort „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6) als persönlichen Impuls mit auf ihren Glaubensweg. Dieses Wort galt auch als Grundlage für den Gottesdienst an diesem Morgen in der Gemeinde Frechen, welchen Vorsteher Priester Eger hielt.
Einleitend ging der Dienstleiter auf das vom Chor gesungene Lied ein, in welchem es heißt „Jesus bleib in meinem Leben, Weggefährte, bester Freund...“, der Vorsteher betonte, diese Zusage und den Wunsch zugleich: „Jesus bleib in unserem Leben!“
Priester Eger nutzte die Frage „Wann warst du das letzte Mal so richtig glücklich“, um auszuführen, dass, wenn man wahres Glück gefunden hat, man mit jenem durch seine Leben geht. Es ist vielleicht nicht immer einfach, das Glück im Leben wahrzunehmen, aber trotz allen Zweifeln begleitet es uns immer auf unserem Weg. Jesus nachzufolgen und ihn an unserer Seite auf unserem Weg durchs Leben zu haben ist wahres Glück.
Weitergehend ging er auf die drei Begriffe im Textwort ein:
Weg
Der Weg mit Jesus ist nicht planlos, er ist zielorientiert und genau deshalb möchte Jesus, dass wir seinen Weg gehen, sodass wir am Ziel ankommen. Der Weg Jesu führt zum Ziel, der Wiederkunft Jesu Christi.
Wahrheit
Das Wesen Gottes ist immer Wahrheit. Gott sagt uns immer, woran wir sind, weil er uns liebt. Göttliche Wahrheit ist, dass er uns alle liebt und diese Liebe jedem Menschen zusteht.
Leben
Leben mit Gott bedeutet sinnerfüllt zu Leben. Vor Allem als junger Mensch sucht man häufig den Sinn. Wir können die Gewissheit haben, dass wir mit Christus sinnerfüllt leben, indem wir seine göttliche Wahrheit annehmen und auf seinem Weg bleiben.
Ergänzend bat Priester Eger, die Konfirmandenlehrerin Priesterin Ryll-Gerber um einen Predigtbeitrag.
Sie ging dabei auf Fragen ein, welche man sich stellen könnte:
Was ist der Weg?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns fragen „Was würde Jesus tun?“ Der Weg, den wir gehen sollen, ist der, den Jesus ging.
Was ist die Wahrheit?
Dazu erzählte Priesterin Ryll-Gerber eine Geschichte, welche auch im Konfirmandenunterricht behandelt wurde. Diese Geschichte veranschaulichte, dass wir Menschen häufig unterschiedliche Sichtweise darauf haben, was passiert. Wir haben unterschiedliche Perspektiven auf Wahrheit. Aber in einer Sache können wir uns sicher sein: Das Evangelium ist göttliche Wahrheit.
Um zu veranschaulichen, was es bedeutet in der Nachfolge Christi zu leben nutze sie ein Akronym:
J – esus
E – vangelium
S – icherheit
„Jes“, englisch ausgesprochen „Yes“ also: „Ja“. Gerade weil es anders geschrieben ist, soll das unsere Bekräftigung und unsere Antwort in der Nachfolge Jesu sein.
Vorbereitend auf die Sündenvergebung diente Evangelist Bach mit. Er betonte, dass Jesus den Weg gegangen und obwohl er gekreuzigt wurde, ist er auferstanden: Er ist das Leben. Im Abendmahl bietet uns Jesus an, diesen Weg mit ihm zu gehen, er möchte uns helfen seinen Weg zu gehen.
An das Dankgebet für die Sündenvergebung anschließend, spendete der Vorstehe Priester Eger den Segen zur Konfirmation. In seiner Ansprache erläuterte er die Bedeutung der Konfirmation, der Nachfolge Christi und hob das Engagement des Konfirmanden in der Vorbereitungszeit hervor, in welcher er im sogenannten „Gemeindepraktikum“ diverse Aufgaben in der Gemeinde übernommen hatte.
Nachdem der Brief des Stammapostels von der zweiten Konfirmandenlehrerin vorgelesen wurde und der Konfirmand sein „Ja“ gelobt hatte, hieß es nun das Konfirmationsgelübde vor Gott abzulegen. Um Nelson dabei zu unterstützen und ihn symbolisch in die Jugend aufzunehmen, haben sich die Jugendlichen der Gemeinde in einem Kreis um den Konfirmanden gestellt und mit ihm gemeinsam das Gelübde abgelegt.
Als Abschlusslied sorgte der Männerchor noch für eine kleine Überraschung mit dem Lied „Auf dich, o Herr, vertrauet meine Seele“.
Anschließend an den Gottesdienst überreichten die Kinder dem Konfirmanden ein gebasteltes Spiel, welches seinen Glaubensweg darstellt. Das letzte Feld stellte dabei die Frage „Und nun…?“ dar.
Um auf dem zukünftigen Glaubensweg gut gerüstet zu sein, sorgten die Jugendlichen in der Gemeinde nach Abschluss des Gottesdienstes noch für eine weitere Freude. Das Leben wurde in einer Geschichte als Wanderung dargestellt. Der Konfirmand wurde mit einer Tasche ausgestattet, die im Verlauf der Geschichte mit allerlei nützlichen Dingen gefüllt werden sollte. Dazu begegneten ihm die Jugendlichen der Gemeinde nach und nach als „Wanderer“ und überreichten ihm symbolisch Gegenstände, welche ihm im Glaubensleben nützlich sein können, oder die ihm zeigen, wie er seinen Weg nach Jesus ausrichten kann. Beispielhaft sei da ein Kompass genannt.
Im Anschluss bestand die Möglichkeit dem Konfirmanden und seiner Familie Glückwünsche zu überreichen und alles Gute für das kommenden Glaubensleben, zunächst im Kreis der Jugend zu wünschen.
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