Am Pfingstwochenende (17.-19.05.2024) folgten ca. 20 Frechener Gemeindemitglieder der Einladung ihrer Partnergemeinde in den Schwarzwald.
Nach den sintflutartigen Regenfällen der vorangegangenen Tage grenzte es fast an ein Wunder, dass die Wolken sich bei der Einfahrt in das Kinzigtal am Freitagabend lichteten und den Weg frei machten für einen blauen Himmel, der das Pfingstwochenende im Schwarzwald dominieren sollte.
Nach einigen Jahren coronabedingter Pause stellte das Wetter also schon einmal die besten Rahmenbedingungen für eine Neuauflage des Treffens der Partnergemeinden aus dem Rheinland und dem Schwarzwald bereit.
10 Jahre Schuhkartongemeinde
In diesem Jahr gab es auch das erste kleine Jubiläum zu feiern, denn am Internationalen Kirchentag in München, Pfingsten 2014, haben sich die Geschwister aus dem Südwesten Deutschlands entschieden, den Frechener Gemeinde-Schuhkarton mit in die damalige Gemeinde Hornberg zu nehmen.
Der Start einer tollen Gemeindefreundschaft, der auch nach der Fusion der Gemeinde Hornberg mit der Gemeinde Wolfach, weiter Bestand haben sollte.
Rückblick auf die letzten Jahre
Zahlreiche wunderbare Momente wurden seither miteinander erlebt und geteilt. Beim ersten Besuch in Frechen leitete der örtliche Stadtarchivar die Gäste mit einem bunten Strauß an Anekdoten und Geschichten durch die Frechener Innenstadt. Der Frechener Bahnhof wurde schnell als Lieblingsrestaurant auserkoren und seither geselliger Treffunkt der Mitglieder beider Gemeinden. Eine Schiffahrt auf dem Rhein bis in die Kölner Altstadt durfte ebenso wenig fehlen, wie ein Besuch des Kölner Doms und eine Stadtralley durch die Metropole am Rhein, mit einem Blick in die Geschichte von den Römern bis zur heutigen modernen Millionenstadt. Das Weltkulturerbe Schloss Augustusburg stand dann in einem weiteren Jahr auf der Agenda, verbunden mit sachkundiger Führung durch die Brühler Altstadt, die mit einem kölschen Picknick im Heimatmuseum gekrönt wurde.
Beim Blick in die Begegnungen im Schwarzwald erinnern sich die Teilnehmenden an die Besichtigung der höchsten Wasserfälle Deutschlands in Triberg, eine gemeinsame Bustour durch den Nordschwarzwald mit Ruderbootfahrt auf dem Mummelsee und anschließender Wanderung hinab in die Rheinebene, die in einer Weinprobe in Sassbachwalden ihren Abschluss fand. Die Historie der Region wurde den Beteiligten im Freilichtmuseum Gutach näher gebracht, während nur wenige Meter entfernt die Familien mit Kindern mit den Schlitten der Sommerrodelbahn den Berg hinab sausten oder die Bälle beim Adventuregolf versenkten.
Das idyllische Wolfach wurde im Rahmen einer ausgiebigen Stadtführung erkundet und der ein oder andere Wanderweg hoch über der Gutach erkundet.
Fusion zweier Gemeindepartnerschaften
Nachdem die Gemeinde Hürth in der Gemeinde Frechen aufgegangen ist, war unklar, wie es mit der Gemeindepartnerschaft mit der Hürther Schuhkartongemeinde weitergehen sollte. Als wäre es Fügung gewesen, sind die beiden Partnergemeinden Wolfach und Alpirsbach genau wie damals Hürth und Frechen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Was lag da näher, alle Freundschaften weiterleben zu lassen und künftig gemeinsam Gemeinschaft zu pflegen. So kam es in diesem Jahr erstmals zu einer bunten Gruppe aus Frechenern, Ex-Hürthern, Wolfachern, Ex-Hornbergern und Alpirsbachern.
Geselligkeit stand im Mittelpunkt
Bereits beim Auftakttreffen in der Wolfacher Kirche am Freitagabend, verspürte man die besondere aufgeschlossene und heitere Stimmung unter den Anwesenden. Wiedersehensfreude paarte sich mit Gesprächen des Kennenlernens bei einer großen Auswahl regionaler kulinarischer Spezialitäten. Am Samstag Mittag startete dann eine Wanderung über die Höhenwege rund um Gutach, ehe der Abend dann gesellig im Gasthaus ausklang.
Der Sonntag fand seinen Höhepunkt im Pfingstgottesdienst mit Stammapostel Jean Luc Schneider, der weltweit aus der Gemeinde Luzern (CH) übertragen wurde. Traditionell wurde im Anschluss mit allen Anwesenden gegrillt.
Nach etlichen Stunden geselligen Beisammenseins hieß es dann wieder in großer Runde Abschied nehmen, denn der Montag wurde von den Teilnehmenden individuell verbracht.
Die Verabredung für das nächste Jahr in Frechen wurde bereits getroffen. Traditionen müssen schließlich gepflegt und Freundschaften gelebt werden.
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