Volles Haus in Frechen! Anlässlich des traditionellen Jugendabendgottesdienstes in der Gemeinde Frechen, versammelte sich am Abend vor Fronleichnam die Jugend aus den Kölner und Bonner Bezirken gemeinsam mit der Gemeinde. So zeigte sich eine voll besetzte Kirche anlässlich eines erneuten Besuches des Bischofs Sommer.
Vorbereitend auf den Gottesdienst nahm die versammelte Gemeinde an einer Mentimeter-Umfrage teil: „Was macht dich glücklich?“ lautete die zu beantwortende Frage. Die Ergebnisse wurden in einer Wortwolke präsentiert und schufen bereits den ersten Einblick in das Leit-Thema des Gottesdienstes: „Glück“.
Anlässlich dieses Jugendgottesdienstes verlas der Bischof ein Wort aus den Sprüchen 16,20: "Wer auf das Wort merkt, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf den HERRN verlässt! " Einleitend erklärte Bischof Sommer, dass Glück nicht nur die persönliche Dimension hat, sondern stets auch unser Umfeld betrifft. So ermahnen uns bereits die zehn Gebote aufzupassen, dass wir unser Glück nicht auf Kosten anderer haben. So handeln lediglich die ersten drei Gebote von der Beziehung zwischen Gott und dem Menschen. Die sieben folgenden die Beziehung zwischen den Menschen untereinander.
Wie in Jugendgottesdiensten üblich wurde eine Bibellesung vorgetragen. Dabei wurde den Gottesdienstteilnehmern sehr eindrücklich und plastisch die Begebenheit des Turmbaus zu Babel dargestellt. Indem verschiedene Jugendliche die Bibelstelle zunächst auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch vorlasen, wurde die Sprachverwirrung durch Gott beim Turmbau deutlich.
Der Bischof erklärte die Begebenheit, indem er darauf verwies, dass die Menschen in Babel sich einen Namen machen wollten, versuchten glücklich zu werden. Sie wollten sich selbst darstellen und mit irdischen Mitteln versuchen, wahres Glück zu finden. Dieser Versuch sich selbst darzustellen, durch materiellen Besitz sein Glück zu mehren, lässt sich auch häufig in unserer Zeit beobachten. Wir streben häufig nach materiellem, irdischen Besitz und erhoffen uns hierdurch Glück zu erhalten, doch dies schafft kein wahres Glück.
Weitergehend führt der Bischof aus, dass in dem Bibelwort sehr deutlich wird, dass jene, die auf Gottes Wort hören glücklich werden. Denn das Wort Gottes ist doch immer wieder „Ich hab dich lieb“. Aus dieser Zusage ergeht an uns der Appell, dankbar zu sein. Der Bischof regt an, doch mal den Tag mit einem Dank an Gott zu starten, gemäß einem Sprichwort: „Nicht die Glücklichen sind dankbar, die Dankbaren finden wahres Glück“.
Abschließend appelliert der Bischof, dass wir in Gottes Wort sehen, wie er uns annimmt. Als Aufgabe an uns lässt sich ableiten, selbst tätig zu werden und den Nächsten anzunehmen, wie er ist.
Ergänzend wird der Bezirksvorsteher des gastgebenden Bezirkes Köln-West, Bezirksältester Bernd Skoppek, zum Mitdienen gebeten. Er erläutert, dass Glück damit zu tun hat, dass wir uns auf Gott und sein Wort einlassen und dass wir akzeptieren, das Evangelium als Richtschnur unseres Handelns zu haben.
Vorbereitend auf das Abendmahl erwähnt der Bischof, welche Bedeutung das Abendmahl für uns hat. Das Heilige Abendmahl ist Begegnung mit Gott, es ist ewiges Glück.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die neuen Konfirmanden der drei Bezirke im Kreis der Jugend aufgenommen und von den Bezirksjugendbeauftragten begrüßt. Als Willkommensgeschenk erhielten sie dazu eine Taschenlampe, welche gleich behilflich werden sollte, denn im Anschluss an den Gottesdienst fand die legendäre Nachtwanderung statt. Die Jugendlichen ließen sich hierbei auch nicht durch leichten Regen vom gemeinsamen Grillen und der Gemeinschaft abhalten. Anlässlich des Jugendabendgottesdienstes hatte die Frechener Jugend gemeinsam mit weiteren Helfern aus der Gemeinde eine Nachtwanderung gestaltet und füllten dieses traditionelle Highlight im Jugendkalender erneut mit Leben.
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