Am Vorabend von Fronleichnam versammelten sich in traditioneller Form die Jugendlichen der Nacolonius-Bezirke (Köln-West, Köln-Ost und Bonn) zu einem gemeinsamen Jugendgottesdienst mit der Gemeinde Frechen. Im Anschluss an den Gottesdienst sollte die legendäre Nachtwanderung stattfinden.
Einstimmung auf den Gottesdienst
Bereits vor dem Gottesdienst versammelten sich der Jugendchor und einige aus dem Gemeindechor zu einer gemeinsamen Chorprobe, in welcher neue und bekannte Stücke eingeübt werden sollten, um als gemeinsamer Chor den Gottesdienst zu umrahmen.
Einstimmend auf den Gottesdienst wurde in einer interaktiven Aktion ein Brainstorming zu den Begriffen „Vertrauen“ und „Verzweiflung“ durchgeführt und überlegt, in welchen Aspekten sich diese beide Begriffe überschneiden.
„Wir sind Gott nie egal!“
Den Gottesdienst hielt Priester Dominik Eger, Vorsteher der Gemeinde Frechen, auf Grundlage eines Bibelwortes aus dem Markusevangelium: „Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben“ (Mk 9,24). Zum Einstieg griff Priester Eger einen Gedanken des Chores auf: „Wir sind Gott nie egal!“. Im Haus Gottes seien die Gottesdienstteilnehmer in einer besonderen Gemeinschaft, in der jeder willkommen sei.
Verzweiflung und Unglaube
Im Anschluss an eine Bibellesung, welche drei Jugendliche durchführten, fragte Priester Eger die Gottesdienstteilnehmer, ob diese sich eher als jemanden einschätzen würde, der leicht Vertrauen schenkt, oder als jemanden, um dessen Vertrauen man kämpfen müsse. Er setzte diesen Gedanken in Verbindung mit der persönlichen Beziehung zu Gott und bot Gelegenheit zur persönlichen Reflexion.
Priester Eger machte deutlich, dass im Leben nicht immer alles klar sei. Zweifel und Unsicherheiten würden dazugehören und da täte es unerfassbar gut, jemanden an der Seite zu haben, mit dem man seine Gedanken, Unsicherheiten, Zweifel und Unglauben teilen könne. Es sei schon wertvoll, solch einen Menschen auf seiner Seite zu haben, umso besser ist es Gott an seiner Seite zu haben.
Vertrauen in Gottes Wirken
Desweiteren führte Priester Eger aus, dass Glaube etwas persönliches sei und dass, wenn dieser persönlich sei, auch Unsicherheiten und Unglauben dazu gehören würden. Er machte deutlich, was die Menschen in Jesus haben: „Vertrauen, Halt, Zukunft“. Es sei die Begegnung mit Gott und den Glaubensgeschwistern, welche Vertrauen schenken kann. Und so rief er die Jugendlichen dazu auf, das Gespräch mit den erfahrenen Christen zu suchen, welche schon viele Zweifel durchgemacht haben, um dort Erfahrungen auszutauschen.
„Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!“
Bezugnehmen auf das Geschehen im Bibelwort, führte Priester Mika, Bezirksjugendbeauftrager des Bezirkes Bonn, die Gedanken fort. Er erklärte, dass der Vater des Kindes Verzweiflung erlebt hatte. Er wusste nicht, wie es weiter gehen sollte und sah das Leid seines Kindes. Dort habe sich Jesus, so Priester Mika, ihm zugewandt und seinen Glauben gesehen. Er führte aus, dass so klein der Glaube auch sei, Jesus ihn sehen würde und auch dieser Glaube Wunder bewirken könne.
Im Anschluss an den Gottesdienst erlebten die Gottesdienstteilnehmer die offizielle Begrüßung der neuen Jugendlichen, welche 2026 ihre Konfirmation gefeiert haben. Daraufhin wurde am Grill und während der traditionellen Nachtwanderung Gemeinschaft unter den Jugendlichen gepflegt.
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