Am Samstag, den 19. September 2026, gaben sich Rova und Julian Gott und der Gemeinde das Ja-Wort.
Im Mittelpunkt des Traugottesdienstes, den Gemeindevorsteher Evangelist Bredemeier hielt, stand das Bibelwort aus Nehemia 8,10: „Nun geht, haltet ein festliches Mahl und trinkt süße Getränke. Schickt auch denen etwas, die selbst nichts haben; denn heute ist ein heiliger Tag zur Ehre des Herrn. Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“
Der biblische Aufruf zum Genuss von „süßen Getränken“ (hebräisch mamtaqqim für „Süßes“) steht als Symbol für Gottes Segen, Gemeinschaft und das gemeinsame Feiern. In der Theologie ist die Freude ein zentraler Aspekt des Glaubens – im Galaterbrief wird sie gleich an zweiter Stelle als Frucht des Heiligen Geistes genannt. Schon Martin Luther prägte dazu den bekannten Satz: „Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens.“
Diese Zusage soll auch dem frisch getrauten Ehepaar als Fundament dienen. Die Freude am Herrn schenkt Kraft im Alltag, Gelassenheit in schweren Zeiten und verbindet uns als Christen miteinander. Sie entsteht nicht aus eigener Leistung, sondern wächst aus Gottes Gegenwart, Vergebung und Treue.
Weil echte Freude darauf angelegt ist, geteilt zu werden, erinnerte der Evangelist an den Aufruf des Apostels Paulus, der bewusst die Gemeinschaft anspricht: Nicht bloß im Singular („Freu dich!“), sondern im Plural: „Freut euch!“
Gleichzeitig verbindet der Text das Feiern mit sozialer Verantwortung: Das Teilen mit Menschen, die selbst wenig besitzen, ist ein zentraler Bestandteil des Glaubens. Ob im beruflichen Alltag (wie bei Rova), in der seelsorgerlichen Arbeit (wie bei Julian als Priester) oder im Blick auf die ärmeren Länder weltweit, wie etwa Madagaskar – das Füreinander-Dasein bleibt ein wesentlicher Auftrag.
Gott zeigt sich in diesem Textwort als persönlicher, erfahrbarer Gott. Die Zusage „Macht euch keine Sorgen“ verweist auf seine tägliche Fürsorge. Evangelist Bredemeier verdeutlichte diese Kraft mit dem Bild des Adlers (Jesaja 40,31): Er kämpft nicht kräftezehrend gegen den Wind an, sondern lässt sich von ihm tragen und gewinnt so neue Perspektiven. Genau diese tragende Kraft wird in der Predigt, im Gebet, im Abendmahl und in der Gemeinschaft spürbar.
Wie wunderbar Gott Wege fügt, zeigt auch die Geschichte des Brautpaares: Gott führte zwei Menschen aus unterschiedlichen Ländern über ein Onlineportal für Christen zusammen. Schon beim ersten Treffen verlangte das Leben den beiden Geduld ab, als Julian fast 90 Minuten auf seine zukünftige Frau warten musste. Doch das Warten lohnte sich – es war Liebe auf den ersten Blick. Es folgten der Umzug der Braut nach Kerpen, ein romantischer Heiratsantrag sowie die traditionelle Verlobungsfeier in Madagaskar und die standesamtliche Trauung im März diesen Jahres in Dänemark.
Nach dem Gottesdienst grüßte die ganze Gemeinde die Eltern der Braut in Madagaskar per Videoanruf. Auch zum gemeinsamen Anstoßen und Feiern blieb noch Zeit und so konnten alle die Freude dieses segenreichen Tages auf sich wirken lassen.
Als Kirchengemeinde gratulieren wir Rova und Julian von Herzen und wünschen ihnen für ihren gemeinsamen Lebensweg, dass ihre Ehe stets von Gottes Liebe, Segen und tiefgreifender Freude getragen bleibt.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
