Zum Gottesdienst für Senioren im Bezirk Köln-West hatten sich am Sonntag, 23. November 2025, 136 Seniorinnen und Senioren eingefunden. 45 weitere nahmen per IPTV oder Telefon an diesem Gottesdienst teil. Freudig empfingen sie Bischof Flore aus dem westlichen Teil des Apostelbereichs, der bisher im Kölner Raum nicht so bekannt war. Er verstand es aber, sogleich die Herzen der Versammelten zu gewinnen. Unterstützt wurde das Wirken des Bischofs und der Bezirksämter durch Musikbeiträge des Seniorenchors und des Flötenensembles.
Nach dem kraftvollen Eingangslied "Wie dank ichs Jesus deiner Liebe (NGB 223) und herzlichem Gebet überbrachte Bischof Flore zunächst herzliche Grüße von Apostel Otten und Bischof Sommer. Seiner Predigt legte er das Bibelwort aus Epheser 3, 14+17 zugrunde: "Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne. Und ihr seid in der Liebe eingewurzelt und gegründet,"
Dann eröffnete er die Predigt mit dem Hinweis, dass die Gemeinde aus sehr unterschiedlichen Lebenssituationen zusammengekommen sei. Vielleicht seien viele nicht von der Sonnenseite des Lebens gekommen, vielmehr aus Kummer, Leid mit der Last des Alleinseins oder der Einsamkeit belastet, fühlten sich innerlich zerrissen und aufgewühlt. Allen wird heute angeboten, was der Chor in einer Textzeile vorgetragen hat: „der sichre Ort, dahin ich flieh, in dir geborgen find ich Ruh“. Wir alle haben das schon persönlich im Gottesdienst erlebt. Hier finden wir Ruhe, Sicherheit, neue Kraft und Orientierung. Wo Gott ist, da ist auch Frieden und eine tiefe göttliche Freude trotz aller irdischen Beschwernisse. Wir erleben auch, was der Apostel Paulus in 2. Korinther 1,24, betont: „Nicht dass wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben.“ Freude ist ein wesentlicher Bestandteil des Evangeliums. . Lieber Bruder, liebe Schwester, ich wünsche dir, dass dich diese Freude aus dem Evangelium heute erreicht. Das Evangelium ist unabhängig von allen Lebenssituationen.
Im Prolog des Johannes-Evangeliums heißt es: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Aller Ursprung ist in der Dreieinigkeit Gottes zu finden. Auch der Mensch ist nicht gemacht ohne ihn. Er war am Anfang in einer direkten, unmittelbaren Gemeinschaft mit Gott. Durch die Sünde ist eine Trennung eine Lücke zu Gott entstanden. Jesus hat sich aus purer Liebe entschieden, diese Lücke zwischen Mensch und Gott durch seinen Opfertod zu schließen. Jesus wurde Mensch und hat als Mensch Gott völlig vertraut. Er hat sein sündloses Leben als Opfer gelassen und war dadurch berechtigt zum Vater zurück zu kehren. Er kehrte aber nicht sofort zum Vater zurück, sondern blieb noch eine Zeitlang bei den Menschen. Und er ließ seinen Verdienst bei den Gläubigen zurück und kündigte ihnen die Verkündigung des Wortes Gottes durch den Heiligen Geist an. Apostel öffnen das Verständnis für das Evangelium; wir etablieren es als Mittelpunkt unseres Lebens.
Als Gläubige sollten wir uns jeden Tag eine Viertelstunde mit dem Evangelium beschäftigen. Für wie viele Dinge setzt man täglich eine Viertelstunde ein. Jeden Tag sollten wir eine Viertelstunde nutzen zum stillen Genet und uns mit er Wahrheit Christi und damit dem Evangelium beschäftigen,.
Lasst uns auch über Christus reden, von ihm zeugen zuerst in der Familie, mit den Kindern und Enkelkindern über das Evangelium sprechen. Es ist eine große Gefahr, dass das Evangelium überlagert wird von den vielen alltäglichen Dingen und seinen Wert verliert Unser Reden soll sein wie Apostel Paulus an die Kolosser (Kap 4, 6) schrieb: „Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.“ Wir wollen das Evangelium verkünden, unser Reden damit würzen und nicht im göttlichen Sinne sprachlos werden.
Wenn jemand bei uns wohnt, dann ist das etwas anderes als wenn jemand eben mal vorbeikommt. Jesus hat in unserer Herzenswohnung das Sagen, wir vertrauen ihm und folgen ihm nach. Das bedeutet die Aufforderung Jesu zu erfüllen: Verkaufe alles, was du hast“ Das meint nicht unsere irdische Habe, aber z.B. die eigene Meinung. Als Jesus seine künftigen Jünger zur Nachfolge aufforderte, verließen sie eilends, was sie bisher beschäftigt hatte und folgten Jesus nach. Denken wir an unser Konfirmationsgelübde Wir entsagen dem Teufel und all seinem Werk und Wesen und übergeben uns völlig dem dreieinigen Gott Das ist die wahre Nachfolge, wenn Christus in uns wohnt.
Zu dieser Nachfolge gehört auch, Gott über alles und den Nächsten wie uns selbst zu lieben. Den Nächsten zu lieben fällt leicht, wenn wir uns bewusst machen, dass Jesus Christus für alle Menschen gestorben ist und Gott will, dass allen geholfen werde. Wie schnell schaut man auf den herab, der in seiner Art anders ist und macht ihn zum Schuldigen. Lasst uns in unseren Herzen allen Menschen die ewige Gemeinschaft mit Gott gönnen.
Nach der Predigt des Bischofs wandten sich noch Bezirksältester Skoppek und Bezirksevangelist Mantik mit Predigtbeiträge an die versammelten Senioren.
Nach dem Gottesdienst wurde durch den Bezirksältesten Skoppek der Priester i.R. Klaus-Dieter Görtz als neuer Beauftragter für die Senioren im Bezirk Köln-West vorgestellt.
Fotos: Stephan Knop
Text: Alfred Krempf
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