Der Gemeindesonntag zum Beginn des Kalenderjahres stand ganz im Zeichen des Gebets, entsprechend dem Jahresmotto 2024 „Beten wirkt“, welches der Stammapostel den Gemeinden für das Jahr mit auf den Weg gegeben hat.
Entsprechend begrüßte das Streichquartett die Gottesdienstbesucher mit dem „Morgengebet“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
Grundlage des Gottesdienstes, welchen der Gemeindevorsteher Priester Eger hielt, war das Wort: Betet ohne Unterlass (1. Thessalonicher 5,17). Bevor die Kinder in die Unterrichte gingen, erklärte Priester Eger, dass in der Gemeinde alle füreinander beten, nicht nur weil es christliche Tugend ist, sondern da das Gebet eine besondere Kraft ist. Ohne Unterlass zu beten, bedeutet, dass man sich nicht vom Beten abbringen lassen soll.
Am Beispiel von Jesus zeigte er, dass dieser mit der ganzen Seele, dem ganzen Körper gebetet hat. Er betete für sich selbst, seine Nachfolger und auch für all jene, die noch zum Glauben finden sollten. Die Auswirkung seines Gebetes sehen wir heutzutage im Fortbestand der Kirche, im lebendigen Glauben der Christen.
Evangelist Bach ergänzte, dass wir voneinander beten lernen können. Wie die Kinder das Beten lernen, so können wir auch in der Gemeinschaft uns gegenseitig im Beten unterstützen und voneinander lernen.
Wir wollen versuchen, im Gebet alles Äußere auszublenden. Im „Unser Vater“ beten wir „Dein Wille gesehe“ und nicht „Mein Wille geschehe“. Wir nehmen uns selbst zurück und lassen zu, dass Gott etwas in unser Herz legt. Anbetung und Lob ordnen uns unter Gott ein und so können wir veranschaulichen, dass Gott allmächtig ist. Fürbitte ordnet unser Leid in das Geschehen der Welt ein. Danken lässt uns erleben, dass wir von Gott beschenkt sind.
Vorbereitend auf den sakramentalen Teil des Gottesdienstes erklärte Diakonin Ryll-Gerber, dass wir beim Beten, wie beim Telefonieren, zunächst eine Verbindung zu Gott herstellen, bevor wir ins Gebet treten.
Auf Anregung des Gemeindevorstehers beteten die Gemeindemitglieder das „Unser Vater“ Hand in Hand, um zu verdeutlichen, dass wir als Gemeinschaft miteinander und füreinander beten.
Im Anschluss des Gottesdienstes bot sich den Gottesdienstbesuchern die Möglichkeit, noch bei Essen und Trinken beisammen zu sein. Wobei sich zur Freude vieler die Gelegenheit eröffnete, sich mit einigen Freunden aus der Partnergemeinde aus Wolfach zu unterhalten. Sie waren über das Wochenende zu Gast in Frechen.
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