Bischof Flore besucht die Gemeinde Köln-Süd am Sonntag, 14. Juni 2026
Zu Beginn seines Dienens ging Bischof Rolf Flore auf das begeistert vorgetragene Lied des Chores ein. (Chorbuch 328: Gottes Liebe, Gottes Gnad). Dort heißt es im Refrain unter anderem: „Eine kleine Leuchte gab dir Jesus in die Hand; …“). Dabei stellte er heraus, dass eine Lampe ihr Licht nicht zu ihrem eigenen Nutzen ausstrahle. Auf das Leben der Gläubigen übertragen bedeute dies, dass Gott sie wie eine Leuchte geschaffen habe. In der Kombination aus den geschenkten Gaben mit dem Heiligen Geist werde daraus ein Licht für den Nächsten. Dieses Licht mache nicht auf sich selbst aufmerksam, sondern weise den Weg hin zu Jesus Christus.
Die folgende Predigt beruhte auf einem Wort aus dem Alten Testament: „… Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.“ (Nehemia 8,10b)
Anhand der Erlebnisse des Nehemia und seines Mitstreiters Esra erläuterte der Bischof, wie sie ihre Zeitgenossen aus der Niedergeschlagenheit herausholten und ihre Traurigkeit in Motivation zur Mitarbeit verwandeln konnten. Das verständliche Nahebringen des Wortes Gottes, seines Willens und der göttlichen Gesetze (Thora) wurde zu einer notwendigen und stärkenden Freudenbotschaft.
„Wir sind Teil des geistlichen Jerusalems, wir sind Teil der Kirche Christi, dieser Stadt Gottes.“, rief Flore den Gläubigen zu. Auch heute dürften sie an dieser Gottesstadt mitbauen. Getaufte Christen haben den Auftrag, ihre Gaben und Kräfte zum Wohle und Aufbau in das Werk Gottes einzubringen. Dabei könne man durchaus einmal betrübt oder mutlos werden. Manches Mal gelange man sogar an den Punkt zu glauben, es habe doch alles keinen Zweck.
Doch die Kraft und die Stärke für diesen Auftrag sei auch an diesem Sonntag einmal mehr die Zusage Gottes: „Du bist nicht zufällig Mensch und nicht zufällig Gotteskind, sondern du bist Mensch und Gotteskind, weil Gottes es wollte.“ Hiermit verändere sich der Blick: Gott sei einem jeden nahe, als ein liebender Vater. Er sei allmächtig und habe nur Gedanken des Friedens, nie des Leidens. Aus diesem Bewusstsein entstehe eine tiefgehende Freude, die nicht mit menschlichen Glücklichsein vergleichbar sei. Diese wiederum führe zu einer besonderen Stärke.
Zusammenfassend forderte der Bischof die Versammelten auf, ihren Dienst aus einer tiefen Begeisterung und tiefer Liebe zu Gott und dem Nächsten zu erfüllen. Das Licht der eigenen Gaben könne unter dem tröstlichen Aspekt strahlen, dass Gott in einem jeden Leben ganz nahe sei und einen jeden stets begleite.
In einer Predigtbeigabe ging Bezirksältester Bernd Skoppek auf die gegenwärtige Fußball-Weltmeisterschaft ein. Eine Mannschaft sei häufig erst durch die Freude am Spiel und nicht nur durch Taktik und Planung zum Sieg gekommen.
Zum Abschluss des Predigtteils trat auch Priesterin Astrid Range an den Altar. Sie machte darauf aufmerksam, dass ein Neubau nur dann wüchse, wenn die Arbeiter nicht in ihrem womöglich schön eingerichteten Bauwagen blieben, sondern nach draußen an ihre Arbeitsplätze gingen. Dies sei mit dem urchristlichen Auftrag vergleichbar, mit den eigenen Gaben und Kräften nicht allein in der Gemeinde zu verweilen, sondern im Alltag Gott und dem Nächsten aus Liebe und mit fröhlichem Herzen zu dienen.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
