Kann ein Gemeindeausflug sich überhaupt so nennen, wenn aus unterschiedlichsten Gründen nicht jeder dabei ist? - Andererseits erlebte die Gemeinschaft der mehr als 20 Teilnehmer alles andere, als eine Auszeit vom Gemeindeleben.
So wurde das letzte Wochenende (20.06. - 23.06.2019) mit einem sogenannten Brückentag für eine gemeinschaftliche Fahrt an die Mosel genutzt. Ziel war das Weingut Simon in Reil. Das Programm stellte ein engagierter „Medizinmann“ und seine Frau zusammen.
Tag 1: Am Tag der Anreise vor dem Brückentag traf man sich zu einem gemeinsamen vielfältigen Abendessen, wozu jeder Teilnehmer etwas mitbrachte. Auch ein kräftiger Regenschauer konnte niemanden aufhalten.
Tag 2: Am Brückentag trennten sich zwar nicht die Geister, aber die mutigen Wanderer von den weniger fitten Schiffsbesteigern. Vom Schiff aus wechselte das Panorama in herrlichem Sonnenschein. Die Wanderer erlebten herrliche Aussichten auf einer abwechslungsreichen Wegstrecke. Da hieß es immer wieder, dass es die letzte Steigung sei, die in Gemütlichkeit angegangen werden könne. Ein Vergleich zu unserem Glaubensleben drängte sich auf. Nach etlichem Bergauf und Bergab traf man sich wieder mit den Schiffsbenutzern. Alles wurde möglichst flexibel geplant. Das Mittagessen in der Zunftscheune in Traben-Trarbach musste hin zum Abend umdisponiert werden, weil die Teilnehmerzahl nicht mehr stimmte. Der Termin zur Weinprobe konnte aber gehalten werden trotz totaler Erschöpfung. In schönem Ambiente fand das Probieren der vielen Weine statt. Ausgehalten wurde bis nach 24:00 Uhr um einem Mitreisenden ein Geburtstagsständchen zu bringen.
Tag 3: Am Samstag nach dem Brückentag startete um 11:00 Uhr für die Sportler eine Fahrradtour, für die E-Bikes von Vorteil war. Die alternative Schifffahrt nach Zell war Erholung pur. Das gemeinsame Mittagessen fand bei tollem Wetter an einem alten Bahnhof unter einem riesigen Sonnenschirm statt. Mit dem Schiff ging es über die Mosel und mit den Rädern über die Marienburg zurück nach Reil. Dabei waren alle Mitfahrer sehr gespannt, ob der Moselradweg an der Schiffsanlegestelle Briedel oder Pünderich vorbeiging. Es lief eine Wette zwischen Bernd und Birgit Kosanke. Er hatte auf Briedel gewettet, sie auf Pünderich. Man traf sich anschließend wieder zum gemeinsamen Abendessen. Um 20:30 Uhr ging es für alle zur Nachtwächterführung in Trarbach. Der Nachtwächter ließ sich von seiner Frau, einer mittelalterlichen Marktfrau vertreten. Wieder in Reil wurde auf der Terrasse hoch über der Mosel auf den Sieg von Pünderich mit Moselwein angestoßen.
Tag 4: Am Sonntag erlebten wir den Gottesdienst in unserer Kirche in Trarbach. Wer wollte genoss noch das Mittagessen in Zeltingen-Rachtig vor der Heimreise.
Zu Hause angekommen stellte ein Reiseteilnehmer fest, dass er wohl seinen Fahrradschlüssel in Zeltingen-Rachtig verloren hatte. Die Nachfrage im Restaurant, ob ein Schlüssel gefunden wurde verlief negativ. Der Tipp beim Touristenbüro nachzufragen erwies sich als Volltreffer. Der Schlüssel war abgegeben worden. – Vielen Dank an den umsichtigen Finder.
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