Am 14.07.2019 besuchte Apostel Franz-Wilhelm Otten die Gemeinde zu einem ereignisreichen Gottesdienst, zu welchem auch die Gemeinde Hürth eingeladen war. Neben zwei Heiligen Wassertaufen wurde drei Mal das Sakrament der Heiligen Geistestaufe gespendet und vier Priester kamen in den Ruhestand.
Bezugnehmend auf das einleitende Chorlied „Der Herr ist mein Hirt“ wies der Apostel darauf hin, dass Jesus häufig diese lebensnahen Bilder wie den „guten Hirten“ verwendete, um Gott für die Menschen begreifbar zu machen.
Das Bibelwort entnahm der Apostel aus Israels Lobgesang im 2. Mose 15, 2 „Der Herr ist meine Stärke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen, er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.“
Nach 400 Jahren Knechtschaft in Ägypten wollte der Pharao das Volk Israel mithilfe seiner mächtigen Armee wieder zurückholen, doch am Schilfmeer hat Gott durch seinen unmittelbaren Eingriff und seine Allmacht das Volk aus der Schutzlosigkeit errettet und die Befreiung aus der Knechtschaft ermöglicht.
Gott hat uns durch das Opfer Jesu und dessen Auferstehung eine Perspektive gegeben, die sogar noch viel weiter reicht als die Geschehnisse damals am Schilfmeer. Die Auferstehung zeigt uns, dass Sünde, Tod und Böses uns nicht einschüchtern können und dass Gott uns alles anbietet, was wir zur Erlösung brauchen. Es liegt an uns, dies auch zu nutzen. Die Auferstehung Jesus ist der Beweis, dass Gott unser Gott ist und aus reiner Liebe zu uns gehandelt hat.
Wie können wir dem Aspekt des Wortes „Das ist mein Gott, ihn will ich preisen.“ gerecht werden und was ist der Grund unserer Dankbarkeit? Der Sinnspruch „Stell dir vor, du hättest heute nur das, wofür du gestern dankbar warst.“ ist hierfür ein alltagstauglicher Leitfaden. Wenn wir darüber hinaus die Kraft an den Glauben in die Auferstehung bewahren und uns bewusst sind, dass Jesus mächtiger ist als der Tod, werden Taten folgen, sodass wir ihn preisen, erheben, ihn loben und ihm danken.
Wie kann das aussehen?
- Ganz konkret können wir mit Jesus Gemeinschaft suchen, indem wir den Gottesdienst besuchen.
- Opfer bringen! Beim Opfern steht im Fokus, dass Gott unsere Zukunft ist. Opfer soll nicht geschehen, um Gott milde zu stimmen oder aus reiner Tradition heraus. Der Antrieb für das Opfern sei unsere Dankbarkeit.
- Wir preisen Gott, indem wir sein Wort ernst nehmen. Wenn wir unsere Entscheidungen an ihm ausrichten und ihm dienen, ist dies Ausdruck unserer Dankbarkeit.
Drei der vier Priester, die später in den Ruhestand versetzt wurden, dienten mit und alle machten deutlich, wie dankbar sie für das bis hierher Geschenkte seien und dass Jesus sein Versprechen bis heute eingehalten hat: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl nahm Apostel Otten erneut Bezug auf die Dankbarkeit, die sich ebenfalls in der Vergebungsbereitschaft ausdrückt. Distanz zur Sünde aufzubauen ist unsere Chance, so nah wie möglich an Gott zu sein.
Zur Spendung der Heiligen Wasser- und Geistestaufe empfing unser Kinderchor die Familien mit dem Lied „Dass du da bist“ am Altar.
Apostel Otten wies auf das schöne Bild hin, dass zu sehen war: die Kinder, die Gott den Familien geschenkt hat, werden durch den Entschluss, diese Segenshandlungen zu empfangen, zu Gott zurückgebracht. Kerngedanke in der Ansprache des Apostels war, dass Christus allein Sicherheit und ein verlässliches Fundament bietet, auf das Verlass ist.
Schließlich kamen drei Priester aus der Gemeinde Köln Süd und ein Priester aus der Gemeinde Hürth in den Ruhestand. Apostel Otten verdeutlichte anhand vieler Beispiele, dass die Brüder weit mehr als das Priesteramt, bspw. zahlreiche Lehrtätigkeiten, ausübten. Insgesamt können sie auf 135 Amtsjahre zurückblicken, davon 99 als Priester. Alle haben auf dem Fundament Jesu und aus Liebe gedient.
Der Chor fasste die Eindrücke des Festgottesdienstes am Ende mit dem Lied „Jesus, bleib in meinem Leben“ zusammen.
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