Köln-Süd. Silbernes, goldenes und sogar ein diamantenes Konfirmationsjubiläum feierten die rund 80 Gottesdienst-Teilnehmenden am letzten Sonntag im April. Für ihren Gedenktag waren die Gläubigen aus den unterschiedlichen Himmelsrichtungen des Kirchenbezirks Köln-West angereist.
Dem festlichen Gottesdienst lagen Bibelworte aus Markus 7, Vers 37, zu Grunde: „Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden.“ Bevor Bezirksvorsteher Bernd Skoppek darauf einging, verlas er die Textstellen, die 1974 (Psalm 33,12) den heutigen Goldjubilar:innen und 1999 (Hebr. 13,9) den inzwischen silbernes Jubiläum Feiernden einst mitgegeben wurden.
Gott hat´s wohl gemacht
Beide Bibelworte betonten einen gesegneten Stand, aus dem heraus eine Entwicklung möglich sei. Im Rückblick auf die vergangenen Jahre werde den Feiernden sicher deutlich, dass es mitunter ein Kampf gewesen sei, sich in den unterschiedlichen Phasen des Lebens für das Einhalten des Gelübdes zu entscheiden. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Gott im Glauben bewahrt hat“, unterstrich der Älteste.
Die Werke Jesu Christi sind vollkommen
Die Heilung des gehör- und sprachlosen Menschen im Markus-Evangelium zeige eindrücklich, wie vollkommen Jesus Christus in seinen Werken war. „Er hat alles wohl gemacht“, habe die Menge, die das erlebte, gerufen. Hier zeige sich die Erkenntnis, dass in Jesu Taten die Fülle Gottes mitten unter den Menschen war.
Er gleicht allen Mangel aus
Jesus führte ein vollkommenes Leben und legte seine Liebe in die Herzen der Menschen. Wo diese Liebe im Glauben empfangen werde und der Mensch Jesus nachfolge, „werden wir auf diesem Weg mit unserer eigenen Unvollkommenheit konfrontiert“, so der Älteste. Doch auch im Mangel ließe sich die Fürsorge Gottes durch seine Gnade erleben.
Seine Gerechtigkeit ist vollkommen
Jesu Heilsangebot gelte allen Menschen. „Jeder Mensch“, erklärte Bernd Skoppek, „wird die Möglichkeit haben, Jesus zu erkennen und anzunehmen“. Zu Lebzeiten, in der Ewigkeit oder auch im Tausendjährigen Friedensreich werde Allen die Möglichkeit zur Erlösung und ein ewiges Leben in Gemeinschaft mit Gott angeboten.
Die Kirche Christi ist vollkommen
„In den Sakramenten, Segnungen und im zugesprochenen Frieden erleben wir die Heiligkeit der Kirche“, betonte der Älteste. Allerdings seien es Menschen, die in ihrem Mangel an Vollkommenheit in der Kirche wirkten. Da ließe es sich nicht vermeiden, dass es beim Tun auch Fehler gebe. Die Entscheidung, gar nichts zu tun, um Unvollkommenheiten zu vermeiden, sei keine Alternative, denn „wichtig ist, dass man etwas tut!“ Es gelte, den eigenen Spielraum zu nutzen und nach Möglichkeit die Unvollkommenheiten zu bewältigen.
Jesus heilt individuell
In seiner Co-Predigt ging Bezirksevangelist Werner Mantik darauf ein, dass Vollkommenheit auch Angst machen könne. „Was versuchen Menschen nicht alles, um perfekt zu sein?“ Das Schöne sei, dass die Gläubigen einen gnädigen Gott hätten.
„Wie oft sitzen wir auf den Ohren, wenn Jesus Christus im Gottesdienst zu uns spricht? Wie oft könnten wir unseren Gott preisen und kriegen den Mund nicht auf?“ fragte der Geistliche in die Gemeinde. Wie in der biblischen Begebenheit rede Jesus ganz persönlich mit den Einzelnen und gebe die jeweils nötige Hilfe.
Nach Ende des festlichen Gottesdienstes ließen sich die acht Jubilarinnen und Jubilare von der Gemeinde feiern. Mit zahlreichen Glückwünschen im Kirchenschiff, einem Gruppenfoto vor dem Altar und einer üppigen Kaffeetafel im Foyer endete das segensreiche Beisammensein.
Text: Astrid Range | Fotos: Gisela Charon, Andrea Klose
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