Bei herrlichem Herbstwetter starteten zahlreiche Mitglieder der Gemeinde Dormagen nach Köln, um an der von Astrid geführten Sagen-und Brauhaustour teilzunehmen
Zuerst startete die Gruppe zur romanischen Basilika Sankt Ursula. Sie liegt im Herzen von Köln, unweit des Doms und ist seit Jahrhunderten ein Pilgerziel für Christen aus aller Welt. Die „Goldene Kammer“ der Basilika, das größte Beinhaus nördlich der Alpen, gilt als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Köln. Die heilige Ursula ist die Stadtpatronin von Köln. Die Legende um ihr Martyrium und das ihrer Begleiterinnen findet auch im Kölner Stadtwappen Erwähnung. In ihrem Gedenken ist die Basilika heutzutage ein Erinnerungsort an das Martyrium von Christinnen und Christen in Köln und weltweit.
Danach ging es zum urigen Brauhaus „Schreckenskammer“. Seit dem 15.Jahrhundert wird hier Kölsch gebraut. Um die Schreckenskammer ranken sich viele Geschichten und Legenden-
Nach einem „Kölsch“ führte Astrid die Gruppe zur Basilika St.Kunibert. Diese jüngste romanische Kirche Kölns, geweiht 1247, ein Jahr nach Grundsteinlegung des Doms, prägt das Rheinpanorama im Norden der Domstadt. Der spätromanische Bau wirkt von außen wie eine Gottesburg, die mit ihren drei Türmen und den starken Mauern alles Böse abwehren und dem Guten Zuflucht und Schutz bieten möchte. Auch hier gab es eine interessante Sage. In Köln werden die Kinder nicht vom Klapperstorch gebracht:“ Kölsche Pänz“ kommen von tief unter der Erde, aus einem ganz besonderem Brunnen: Der Kunibertspütz. Mit „Pütz“ bezeichnet der Kölsche einen Brunnen. Und tief unter St. Kunibert liegt ein solcher Brunnen. Der Legende nach verbringen „kölsche Pänz“ die ersten neun Monate vor ihrer Geburt in dieser Pütz. Allerdings ist es in dem Brunnen nicht düster oder kalt, sondern dort liegt ein heller und freundlicher Garten. Hier spielen die Kinder vor ihrer Geburt und werden von der Jungfrau Maria mit leckerem Brei gefüttert.
Weiter ging es zum nächsten Brauhaus. Der Heinzelmännchenbrunnen vor dem Brauhaus Früh in Kölns Innenstadt erinnert an die bekannte Sage von den Kölner Heinzelmännchen, die als Hausgeister nachts die Arbeit erledigten.
Gegenüber der romanischen Kirche Groß St. Martin befinden sich zwei Bronzefiguren. Diese stellen zwei Kölsche Originale dar: „Tünnes“ und „Schäl“, die anschließend besucht wurden. Seit 1803 sind sie Hauptfiguren des Kölner Hänneschen-Theaters. Sie karikieren typische Bewohner Kölns: der Kölner Städter „Schäl“, listiger Lebemann mit Frack und Hut und „Tünnes“, vom Land zugezogener Bauer mit blauem Kittel und roter Nase. Als „Tünnes“ – eine rheinische Kurzform des männlichen Vornamens Antonius – wird auch ein etwas einfältiger und ungeschickter Mensch bezeichnet.
Endstation war das Brauhaus „Zur Malzmühle“. Mühlenkölsch wurde vor über 165 Jahren in der Brauerei zur Malzmühle am Heumarkt 6 in Köln erstmals ausgeschenkt. Seit jeher ist das historische Brauhaus im Herzen der Kölner Altstadt einer der beliebtesten Treffpunkte für alle Freunde der Kölschen Tradition und Trinkkultur. Nach gemeinsamer zünftiger Brauhauskost endete hier die Sagen-und Brauhaustour.
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