Der Vierte Advent stand ganz im Zeichen der Verheißungen Gottes und besonders der Verheißung des Erlösers, welche mit Christi Geburt eintrat. Umrahmt wurde der Gottesdienst wie die vergangenen Adventssonntage von einem vielfältigen Musikprogramm.
Bereits vor dem Gottesdienst konnten die Gottesdienstbesucher sich bei Blockflötenklängen begleitet von der Orgel auf den Gottesdienst einstimmen.
Den Gottesdienst zum Vierten Advent hielt Priesterin Ryll-Gerber auf Grundlage eines Wortes des Propheten Jesaja "Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse ich’s euch hören." (Jesaja 42,9).
Einleitend ging die Priesterin auf das vom Chor vorgetragene Lied „Freut euch, der Herr kommt bald“ ein, in dem sie erläuterte, dass verschiedene Arten der Freude gebe, welche der Advent in sich vereine:
- Die Freude über etwas, das geschehen ist.
- Die Freude über einen gerade stattfindenden Moment, welche mit dem Wunsch verbunden ist, der Moment würde nie vorbeigehen.
- Die Freude über etwas, das geschehen wird: Vorfreude.
Im Advent blicke man zurück auf Jesu Geburt und freue sich darüber. Man dürfe Gemeinschaft und das Wort Gottes erleben und sich darüber freuen und man blicke nach vorne, auf die Gewissheit, dass der Herr wiederkommt. Priester Ryll-Gerber hob dabei besonders das „Siehe“ im Bibelwort hervor. Man solle dorthin schauen, wo Menschen sich aus vielerlei Gründe sich nicht freuen könnten.
Weitergehend erläuterte sie die historische Situation, in der sich das Volk Israel sich befand und worauf der Prophet Jesaja besonders hinwies: "Schaut hin, seht welche Verheißungen schon eingetroffen seien". So könne man in der Heilsgeschichte beobachten, dass Gott alle seine Verheißungen einhält. Dabei müsse ein Christ sich immer hinterfragen, ob er bereit sei, sein Leben nach den Verheißungen Gottes auszurichten.
Eine der Verheißungen Gottes sei die Wiederkunft Christi, so die Priesterin, im Gegensatz zur Adventszeit, in welcher Kerzen auf dem Adventskranz oder Türchen am Adventskalender uns erinnern wie lang es noch bis Weihnachten ist, so gäbe es keinen Countdown bis der Herr wieder kommt. Man müsse stets wachsam sein und das Leben nach den Verheißungen Gottes ausrichten, denn diese gehen in Erfüllung.
Ebenfalls erklärte die Priesterin, welcher Unterschied zwischen dem Hören und dem Sehen bestehe: So müsse man, wenn man von etwas gehört habe, das zunächst Glauben, denn man könne nicht selbst bestätigen, dass es so stimmt. Doch wenn wir etwas sehen, so können wir gewiss sein, dass es wahr ist. So lenke der Prophet Jesaja den Fokus auf die erfüllten Verheißungen und das gäbe uns die Möglichkeit vom Hören zum Glauben und von Glauben zum Schauen zu gelangen.
Ergänzend diente Priester Sottek mit, der verdeutlicht, dass die Gewissheit der Wiederkunft Christi auch in dunklen Zeiten Licht spende. Die Menschen damals hatten einen König erwartet, der die irdische Welt verändere, doch Jesus machte deutlich, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei. Er hat verheißen, dass er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffe. Darauf dürfen wir warten, so Priester Sottek. Abschließend legte er den Gottesdienstteilnehmern die Hoffnung in die Herzen: „Maranatha – Unser Herr kommt!“.
Die Predigt abschließend, kamen die Kinder aus ihren Unterrichten begleitet von Klängen eines Instrumentaltrios. Auf die Sündenvergebung vorbereitend, ging Priesterin Ryll-Gerber auf das Geschenk ein, welches die Gottesdienstteilnehmer im Anschluss an den Gottesdienst erhalten sollten. Denn Sündenvergebung sei ein Geschenk, welches nur Gott schenken könne. Wie Seife wasche dieser unsere Seelen rein. Im Anschluss an den Gottesdienst erhielten alle Gottesdienstteilnehmer symbolisch ein von der Jugend selbstgemachtes Stück Seife überreicht.
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