Nach dem Zentralgottesdienst am 1. Advent und dem Gottesdienst mit anschließender Weihnachtsfeier am 2. Advent feierten die Gemeinden Köln-Süd und Köln-Mitte am 3. Advent erneut einen besonderen Gottesdienst in der Kirche im Stadtteil Ehrenfeld
Apostel Franz-Wilhelm Otten hatte sich angesagt. In diesem Gottesdienst wurde der Vorsteher von Köln-Mitte, Evangelist Thomas Moog, in den Ruhestand versetzt und ein neuer Vorsteher beauftragt. Gleichzeitig ordinierte der Apostel für die Gemeinde Köln-Mitte die erste Priesterin, und auch der Kreis der Diakone wurde erweitert.
Apostel Otten predigte an diesem Sonntag auf der Grundlage von 1. Mose 24,58. In dem Bibeltext geht es um den Ausspruch von Rebekka im Kontext der Brautwerbung für Isaak. Der Knecht hatte sich verschiedene Zeichen erbeten, um die "richtige" Braut für Isaak zu finden. Rebekka hat diese sämtlich erfüllt und mit dem Ausspruch "Ja, ich will es" ihre Bereitschaft, Braut zu werden, bekräftigt.
Der Vorsteher Evangelist Thomas Moog wurde zu einem Predigtbeitrag gebeten. In diesem - letzten seiner aktiven Amtszeit - blickte er kurz auf seine Amtstätigkeit zurück und riet den Zuhörenden, stets Verkünder des Evangeliums zu bleiben.
Handlungen im Gottesdienst
Nach Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls wandte sich der Apostel zunächst an die Diakonin Sonja Ribbeck-Nitsche. Er verdeutliche die Anforderungen an das priesterliche Dienen und den besonderen Auftrag in der Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung. Nach ihrem "Ja" empfing unsere Diakonin knieend Amtsauftrag und -vollmacht künftig im priesterlichen Amt zu dienen und neben der Wortverkündigung im Auftrag des Apostels und im Namen Jesu Sünden zu vergeben und die Sakramente Heilige Wassertaufe und Heiliges Abendmahl zu spenden. Diakon Fabian Schlangen, der in die "alte" Heimat zurückgezogen ist, wurde in seinem Amt bestätigt und wird wieder den Kreis der Geistlichen der Gemeinde Köln-Mitte bereichern.
Anschließend rief der Apostel den Vorsteher Evangelist Thomas Moog und seinen Vertreter Priester Michael Grebe zu sich vor den Altar. Er wandte sich mit sehr wertschätzenden Worten zunächst an den Vorsteher und beschrieb ihn als einen umsichtigen Seelsorger, der stets die Gemeinde und Geschwister im Blick hatte, sehr präsent war, sich für keine Aufgabe zu Schade und ein verläßlicher Vorangänger in der Gemeinde war. Bevor der Apostel ihn in den Ruhestand versetzte, riet er Priester Grebe, so weiter zu machen wie es der bisherige Vorsteher vorgelebt hatte, aber nicht als dessen Kopie, sondern authentisch mit eigenem Profil. Die Geschwister anzunehmen, auf diejenigen zu schauen, die möglicherweise etwas Abstand genommen haben, sich jedem auf Augenhöhe zuzuwenden und für die Geistlichen der Gemeinde Ansprechpartner zu sein, skizzierte der Apostel einige Aufgaben des Gemeindevorstehers, die er Priester Grebe eindrücklich ans Herz legte. Nach dessen "Ja" empfing er nach Gebet knieend Segnung und Heiligung durch die aufgelegten Hände des Apostels.
Die letzte Handlung war dann die Ruhesetzung des seitherigen Vorstehers Evangelist Moog, der aber gleichzeitig den Auftrag erhielt, in der Gemeinde weiterhin die erkrankten Geschwister zu bedienen und Heiliges Abendmahl zu feiern, sowie zusätzlich bei Bedarf im Bezirk Köln-West Trauerfeiern und Beerdigungen durchzuführen.
Danach beendete der Apostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen. Nach dem abschließenden Chorvortrag konnten die Gottesdienstteilnehmer sich noch verabschieden und ihren Dank und gute Wünsche an die vier Geistlichen richten.
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