Eine liebevoll mit blau weißen Blumen und Schäfchen geschmückte Altaransicht, Kinderlieder und eine schon zu früher Stunde gelüftete Kirche bildeten den warmherzigen Rahmen für den Festgottesdienst.
Priester Marco Irrgang eröffnete die Predigt mit einem Bibelwort aus Jeremia 29,11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Mit drei Botschaften vermittelte der Gottesdienstleiter die ermutigende Zusage Gottes an seinen Propheten:
1. „Ich bin bei dir.“
Wie Jeremia überkomme uns Menschen oft eine Angst, wenn man einen Auftrag annehmen solle, der viel zu groß erscheint. Mit der wohltuenden Versicherung Gottes, „Ich bin bei dir“ konnte der junge Prophet diese Beklommenheit überwinden.
In gleicher Weise könnten auch die Gläubigen „Propheten" sein. Schließlich gebe es heutzutage viel Pessimismus und Schwarzmalerei in der Gesellschaft. Angst werde mitunter bewusst geschürt, um Menschen gefügig zu machen. Dem ließe sich entgegentreten mit der Gewissheit, dass Gott „Gedanken des Friedens und nicht des Leides“ über uns habe.
2. „Mitten in der Fremde soll es dir gut gehen.“
Jeremia warnte vor den schlimmen Konsequenzen von Ungehorsam und Untreue. Dennoch durfte sich das Volk Israel – genau wie die Christen heute – sicher sein, dass Gott sie nicht fallen ließe. Vielmehr seien sie darin bestärkt, auch in der Fremde ein selbstbestimmtes gutes Leben zu führen. „Es soll euch hier schon gut gehen, auch in der Misere“, so der Zuspruch Gottes.
3. „Ich hole euch da raus, schenke euch ewiges Leben und ein Wiedersehen.“
Es sei schwer, umgeben von Vergänglichkeit, ein trostreiches Bild von der Ewigkeit zu malen. Jedoch: „Hoffnung braucht nicht rational erklärbar zu sein“, so der Priester. Sie sei wie ein kleines bisschen Licht, das an die Zusage Gottes erinnere, auch die Ewigkeit erhalte die Botschaft von Zukunft und Hoffnung, denn „Es gibt ein Wiedersehen.“
Vorsteher Martin Moog unterstrich in seinem Predigtbeitrag, dass Gott Gedanken des Friedens habe. Seine Liebe sei wie ein Meer der Unendlichkeit. Gott habe einen jeden seiner Menschen schon gekannt, „lange bevor du da warst“. Mit der Taufe wolle Gott den Menschen in seiner Nähe rücken.
Zur Heiligen Wassertaufe gab Priester Irrgang Christo Jari, seiner Familie und allen Gottesdienstteilnehmden ein Zitat aus dem Jeremia-Buch mit: „Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete (…) und bestellte dich zum Propheten für die Völker.“ (Jer. 1,5) Der kleine Täufling sei kein Zufall, sondern ein wirkliches Wunder.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnte die Festgemeinde der Familie gratulieren und sich mit Getränken erfrischen.
Text: A. Range, Fotos: F. Koch, St. Neubauer, NAK
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