Bezirksapostel stellt sich den Fragen der Jugend
Bei einem Spiel während der Fahrradralley auf der Jugendfahrt nach Borkum gewannen Jugendliche aus der Gemeinde Euskirchen eine Jugendstunde mit Bezirksapostel Storck. Eingeladen haben sie die Jugendlichen der umliegenden Bezirke. So machten sich auch 10 Jugendliche am Dienstag, den 16.08.2022 auf den Weg in die Stadt in der Voreifel. Es war die erste Jugendstunde nach mehr als 2-jähriger Coronapause.
Im ersten Teil der Jugendstunde präsentierten die Jugendlichen aus Euskirchen die Ergebnisse ihrer Überlegungen, dem Aufruf des diesjährigen Jugendtages zu folgen: „Startet Eure Friedensbewegung! Macht euch einmal Gedanken in eurem Kreis, was man tun kann, um im eigenen Umfeld für Frieden zu sorgen“. - so rief damals der Bezirksapostel die Jugendlichen auf. Es ging zunächst um eine Analyse, in welchen Bereichen häufig Unfrieden zu finden sei. Schnell kam man auf das Thema Social-Media zu sprechen. Hier sei -insbesondere in Kommentarfunktionen - so viel Hass zu finden. Der Bezirksapostel gab zwei Ratschläge: Zunächst, Christ zu sein und den Hass nicht noch durch eigenes dazutun befeuern, auch mal Flagge zeigen, dass es auch Andersdenkende gibt. Aber auch schon einmal einfach etwas unkommentiert lassen, wenn zu erkennen ist, dass man sich selbst zum Ziel des Hasses macht.
Im zweiten Teil der Jugendstunde durften die Jugendlichen ihre Fragen an den Bezirksapostel richten. Hierzu wurden im Vorfeld Fragen gesammelt. Es bestand aber auch die Möglichkeit, spontan nachzufragen.
Das Themenspektrum reichte hierbei von „was finden wir in deinem Koffer, wenn du auf Missionsreise gehst“ über: „wie viele schwarze Anzüge befinden sich in deinem Schrank“ bis hin zu brandaktuellen Themen wie “wie ist der Sachstand bzgl. Frauen im Amt?" Eine konkrete Antwort hierzu war ihm nicht zu entlocken, er stellte jedoch eine Stellungnahme in Aussicht, die in Kürze veröffentlicht werde. Interessant war auch, einen „Blick hinter die Kulissen“ einer Bezirksapostelversammlung zu erhalten. Wie werden Themen behandelt, welche Abstimmungsregeln gibt es, warum müssen es immer weltweit verbindliche Entscheidungen sein? Man konnte beobachten, dass die Jugendlichen ganz gespannt zuhörten. Es ist immer etwas Besonderes, Informationen „aus erster Hand“ zu erhalten. So führte der Bezirksapostel als letzten Punkt des Abends zu den Ergebnissen der Umfrage zum Wochengottesdienst aus. Es handelt sich rein theologisch nicht um eine „Muss“, denn in der Bibel steht: „Du sollst den Feiertag heiligen“. Dennoch könne er sich derzeit nicht vorstellen, die Wochengottesdienste abzuschaffen. Man muss sicher im Einzelfall Lösungen finden, aber das Angebot generell abschaffen möchte er auf gar keinen Fall. Die Umfrageergebnisse zu diesem Thema werden derzeit wissenschaftlich ausgewertet und würden in Kürze zur Verfügung gestellt.
Mit einer knieenden Gebetsgemeinde, in der jeder seine Sorgen und Anliegen Gott entgegenbringen konnte, endete der offizielle Teil des Abends.
Beim Hot-Dog konnten anschließend noch Gespräche geführt werden, ehe jede:r wieder ihren/seinen Heimweg antrat.
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